Galileo Galileis Mittelfinger

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Der Mittelfinger der rechten Hand des italienischen Astronomen Galileo Galilei (1564–1642) ist eine säkulare Reliquie in der Sammlung des Museo Galileo in Florenz, Italien. Der Finger wurde nach seinem Tod von seinem Körper entfernt und ist in einem vergoldeten Glasei eingeschlossen.

Galileos Mittelfinger

Galilei starb 1642 und wollte wie sein Vater Vincenzo Galilei in der Basilika Santa Croce begraben werden. Die Vertreter der katholischen Kirche wollten aufgrund seiner Ansichten zum kopernischen Heliozentrismus, die damals als ketzerisch galten, nicht, dass er auf geweihtem Boden begraben wurde.[1]

Erst im Jahr 1737, 95 Jahre nach seinem Tod, wurden Galileos Überreste in ein repräsentatives Grabmal in der Kirche umgebettet, gegenüber Michelangelo.[2] Der Antiquar Anton Francesco Gori, der Anatom Antonio Cocchi und der italienische Marquis Vincenzio Capponi entfernten bei dieser Gelegenheit den Mittelfinger von Galileos rechter Hand sowie den Zeigefinger und Daumen und einen seiner Wirbel und einen Zahn. Der Mittelfinger ging an Angelo Maria Bandini über, der ihn in der Biblioteca Medicea Laurenziana ausstellte. 1841 wurde der Finger in die Tribuna di Galileo gebracht. Er wurde dann 1927 an das Institut und das Museum für Wissenschaftsgeschichte (heute Museo Galileo) überführt.[3][4] Er war somit stets öffentlich zugänglich.

Der Zahn, der Zeigefinger und der Daumen waren bei der Familie Capponi, verschwanden etwa 1905 und tauchten erst hundert Jahre später wieder auf. Der Wirbel wurde an die Universität von Padua gespendet.[5]

Einzelnachweise

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