Gallrüsselkäfer

Art der Gattung Mecinus From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gallrüsselkäfer (Mecinus collaris), auch Strandwegerich-Gallrüsselkäfer oder Weißschuppiger Schlankrüssler, ist eine Käferart aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Gallrüsselkäfer
Systematik
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)
Unterfamilie: Curculioninae
Tribus: Mecinini
Gattung: Mecinus
Art: Gallrüsselkäfer
Wissenschaftlicher Name
Mecinus collaris
Germar, 1821
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Merkmale

Der Rüsselkäfer ist 2,8 bis 3,7 mm lang und besitzt eine gestreckte, langovale Gestalt. Er ist bis auf die helleren Tarsen entweder einfarbig schwarz oder hell kastanienbraun (unausgefärbte Tiere) gefärbt. Die Deckflügel sind hinten gemeinsam verrundet und besitzen eingedrückte Punktreihen sowie eine sehr feine, nicht deckende Behaarung. Die Seiten der Vorderbrust, der Hinterrand des Halsschildes und seine Hinterwinkel sind deutlich weißlich oder weißlichgelb beschuppt. Der Halsschild ist schmaler als die Flügeldecken und dicht und fein punktiert.

Verbreitung

In Europa kommt Mecinus collaris häufig an den Küsten des Atlantiks und der Nord- und Ostsee vor. Im Binnenland ist er dagegen selten. Die Verbreitung reicht von Mitteleuropa bis Sibirien und Mongolei.

Lebensraum

Der Gallrüsselkäfer bewohnt Küsten, Schlicksalzwiesen, trockene Wiesen an Binnensalzstellen, in Teilen seines Verbreitungsgebietes wurde er auch auf Waldwiesen gefunden. Er ist stark an salzreiche Habitate gebunden.[1]

Ökologie

Das Gallrüsselkäferweibchen legt ab Juni seine Eier in den Blütenstielen von Wegerich-Arten (Plantago spp.) ab. In Küstennähe ist die Art an den Strand-Wegerich (Plantago maritima) gebunden, anderenorts befällt sie auch andere Wegeriche.[1] Knapp unter dem Blütenstand entsteht durch die Eiablage je eine längliche Stängelgalle[1], in der eine Käferlarve frisst und nach und nach heranwächst. Wenn die Samen des Wegerichs reifen, sind auch die Larven ausgewachsen und verpuppen sich. Ab August schlüpfen die Jungkäfer durch runde Bohrlöcher aus den Gallen.

Die Art wird von mehreren parasitischen Wespen aus den Familien Eulophidae, Eupelmidae und Pteromalidae befallen.

Gefährdung

Die Art gilt in Deutschland als stark gefährdet.[2]

Einzelnachweise

Literatur

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