Gas Interconnector Greece–Bulgaria
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Der Gas Interconnector Greece–Bulgaria (ICGB) ist eine Erdgasleitung vom griechischen zum bulgarischen Erdgasleitungsnetz.[1] Sie wurde am 1. Oktober 2022 in Betrieb genommen.[2]
Entwicklung
Am 14. Juli 2009 wurde zwischen Bulgarian Energy Holding EAD, Edison und DEPA eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der die Grundsätze für die Entwicklung und Umsetzung des Projekts festgelegt sind. Im Januar 2011 wurde von denselben Partnern, die die Pipeline bauen, besitzen und betreiben werden, ein Gemeinschaftsunternehmen namens „ICGB“ AD registriert. Das Projekt startete 2017. An der Finanzierung des Projekts beteiligte sich die Europäische Investitionsbank mit 110 Millionen Euro, etwas weniger als die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 240 Millionen. Die Bauarbeiten begannen Anfang 2020 und wurden im dritten Quartal 2022 abgeschlossen. Die Pipeline wurde im Oktober in Betrieb genommen.[3][2][4][5]
Im Jahr 2023 führte ICGB die erste jährliche Auktion für die Verbindungskapazität durch, wobei 80 % der derzeitigen Kapazität von 3 Mrd. Kubikmetern für das Jahr 2024 reserviert wurden.[6]
Die ICGB-Pipeline ist an den LNG-Terminal in Alexandroupoli angeschlossen, der im März 2024 in Betrieb genommen wurde.
Im Januar 2024 haben sich die Slowakei, Moldawien und die Ukraine sowie Bulgarien, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien und Ungarn als Abnehmer von Gas aus der ICGB-Pipeline angeschlossen, was die Notwendigkeit einer Erweiterung der Pipeline von 3 auf 5 Milliarden Kubikmeter Gas unterstreicht.[7][8]
Strecke
Am 14. Juli 2009 unterzeichnete die Bulgarian Energy Holding eine Vereinbarung mit DEPA und Edison S.p.A. über die Gründung einer Gesellschaft zum Bau und Betrieb der Zweigleitung Interconnector Greece-Bulgaria.[9] Die Pipeline hat zwischen Komotini und Stara Zagora in Bulgarien eine Länge von 182 Kilometern. Die Kapazität liegt bei 3 bis 5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.[10][11]
Zweck
Das Projekt steht im Einklang mit der gemeinsamen EU-Strategie für eine marktbasierte Versorgungssicherheit, die eine bidirektionale Vernetzung der nationalen Netze und insbesondere die Schaffung eines südlichen Gaskorridors vorsieht. Die Kapazität des Gasverbindungsprojekts entspricht zwar nicht vollständig der für den südlichen Gaskorridor erwarteten Kapazität, trägt jedoch zur Diversifizierung der Erdgasversorgungsquellen für Bulgarien bei und hilft den Ländern in der Region, einen besseren Zugang zum globalen Erdgasmarkt zu erhalten und die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu verringern.[3] Aserbaidschanisches Erdgas fließt nun durch die Verbindungsleitung.[12]