Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“

Bauwerk in Elmstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ – alternativ Gasthaus „Jäger aus Churpfalz“ oder Gasthof zur Burg genannt – ist ein Bauwerk in Elmstein, das früher ein Restaurant war und im Volksmund „die Burg“ genannt wurde. Es steht unter Denkmalschutz und gilt als „platz- und ortsbildprägend“.

Schnelle Fakten Daten, Besonderheiten ...
Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“

Daten
Ort Elmstein
Bauherr Christian Kühner[1]
Baujahr Mitte des 18. Jahrhunderts
Koordinaten 49° 21′ 5,9″ N,  56′ 10,3″ O
Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ (Rheinland-Pfalz)
Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ (Rheinland-Pfalz)
Besonderheiten
Bauwerk wurde 1804 aufgestockt
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Lage

Blick aus Nordosten; das frühere Restaurant ist das letzte Haus in der Reihe, im Hintergrund die evangelische Pfarrkirche

Das Gebäude steht mit der Hausnummer 50 an der Südseite der örtlichen Hauptstraße, die mit der Landesstraße 499 identisch ist. Unmittelbar westlich verläuft die Bahnhofstraße. Östlich an das denkmalgeschützte Hauptgebäude schließen sich ein Nebengebäude an, in dem eine Bäckerei untergebracht ist, und das ebenfalls denkmalgeschützte Gebäude in der Hauptstraße 48.[2]

Beschreibung

Das ehemalige Gasthaus ist ein Krüppelwalmdachbau, der mit der Jahreszahl 1804 bezeichnet wird. Im Türsturz sind mit V.K. und M.K. die Initialen des Gründerehepaars eingemeißelt.[3]

Geschichte

Das Bauwerk wurde Mitte des 18. Jahrhunderts einstöckig errichtet. Seine gegenwärtige Form entstand 1804 durch Valentin Kühner.[4] Der Name Gasthaus „Jäger aus Churpfalz“ hielt sich ebenso unter der napoleonischen Herrschaft. Während des 19. Jahrhunderts war Anna Maria Schroer Wirtin – genannt „die Bas“ –, die sich durch ihre Kochkunst auszeichnete.[5] Dies ging so weit, dass August Becker sie in seinem Werk Die Pfalz und die Pfälzer positiv erwähnte.[1]

Mittlerweile abgerissenes Nebengebäude im Jahr 1918

Ab 1884 war das Gasthaus zusätzlich „Kgl. Poststation“ für Kutschen, die tägliche Verbindungen nach Lambrecht schuf; die Stallungen waren im seinerzeitigen Nebengebäude untergebracht.[1] Mit Eröffnung des Kuckucksbähnels im Jahr 1909 wurde diese Funktion aufgehoben.[6]

Von 1904 bis 1918 befand sich im Nebengebäude ein Elektrizitätswerk, ehe der damalige Besitzer Karl Becker diese Einrichtung in die einstige Mühle an der Porth verlegte.[7]

1919 verkaufte Becker das Haus an Heinrich Roth.[8] 1967 wurde das Gebäude entkernt und renoviert; in diesem Zusammenhang folgte der Abriss des Nebengebäudes.[1] In der Folgezeit wurde das Gasthaus geschlossen.[9]

Commons: Gasthaus „Zum Jäger aus Kurpfalz“ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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