Geßlersheim
untergegangener Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren
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Geßlersheim ist ein untergegangener Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle gehört zum Bereich der Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
| Geßlersheim | ||
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| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Morąg | |
| Geographische Lage: | 53° 55′ N, 19° 56′ O | |
| Einwohner: | 0 | |
Geographische Lage
Die Ortsstelle von Geßlersheim liegt im Stadtgebiet von Morąg im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda. Auf historischen Karten wurde sie an der Kreuzung der heutigen Stadtstraßen ulica 11 Listopada und ulica Warmińska verortet, wobei auch Teile der nahegelegenen Parkanlagen zugerechnet waren.
Geschichte
Bei dem vor 1785 Geßlers Höfchen, danach Geßlersheim genannten Ort handelte es sich um ein Stadtgut unmittelbar bei der einstigen Kreisstadt Mohrungen in Ostpreußen.[1] Ein Gründungsdatum ist nicht belegt. Wohl aber ist sein Name auf Stadtkarten aus dem Jahre 1751 dokumentiert.
Benannt wurde der Ort nach Friedrich Leopold Graf von Geßler (1688–1762), einem preußischen Generalfeldmarschall und Reitergeneral Friedrich des Großen, der hier ein Anwesen besaß.[2] Laut alten Stadtchroniken war das Vorwerk verpachtet. Es wurde bis 1945 für die Pferdezucht und Remontenabgabe landwirtschaftlich genutzt und spielte um die Wende zum 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle.
Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung im Rahmen des Zweiten Weltkriegs führten zum Vergessen des kleinen Ortes. Eine polnische Namensform ist somit auch nicht nachgewiesen. Geßlersheim ist vollständig in der Stadt Mohrungen resp. Morąg aufgegangen. Eine besondere Kennzeichnung der Ortsstelle findet sich nicht. Sie gehört zum Stadtgebiet Morąg innerhalb der Gmina Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion
Geßlersheim gehörte kirchlich sowohl evangelischerseits als auch römisch-katholischerseits zur Stadt Mohrungen: zur Kirche St. Peter und Paul im Kirchenkreis Mohrungen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[3] als auch zur Pfarrei St. Joseph im Dekanat Pomesanien im damaligen Bistum Ermland.
