Gedenkstätte für die deutschen Interbrigadisten

Denkmal in Berlin-Friedrichshain, bestehend aus einer Bronzeskulptur und einer Bronzetafel From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gedenkstätte für die deutschen Interbrigadisten ist ein Kulturdenkmal im Volkspark Friedrichshain in Berlin-Friedrichshain, gelegen an der Friedenstraße. Es ist das einzige Denkmal in Deutschland, das der etwa 2500 deutschen Antifaschisten gedenkt, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) an der Seite der gewählten Republik gegen General Francisco Franco kämpften.[1]

Denkmal

Geschichte

Die Grundsteinlegung erfolgte 1966 anlässlich des 30. Jahrestages des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs. Die Einweihung fand am 7. September 1968 statt; an ihr nahmen 12.000 Menschen teil, darunter 300 ehemalige deutsche Spanienkämpfer und Interbrigadisten aus 15 europäischen Ländern.[2][3]

Im August 1991 wurde das Denkmal durch einen Sprengstoffanschlag erheblich beschädigt. Die feierliche Wiederaufstellung der Figur des Spanienkämpfers erfolgte am 19. September 1992.[4]

Beschreibung

Das Denkmal besteht aus drei in Bronze ausgeführten Teilen: einem erzählenden Bronzerelief von Siegfried Krepp, einer überlebensgroßen Figurenplastik von Fritz Cremer und einer Inschriftplatte.[3]

Bronzerelief

Das Bronzerelief von Siegfried Krepp zeigt in mehreren Szenen Freiwillige der Internationalen Brigaden im Kampf gegen den Faschismus. Es ergänzt die Einzelplastik Cremers um eine bilderzählerische Ebene.

Figur eines Spanienkämpfers

Die überlebensgroße Bronzefigur von Fritz Cremer zeigt einen aufrecht stehenden Kämpfer und steht sinnbildlich für den antifaschistischen Widerstand. Sie bildet den Mittelpunkt der Gedenkanlage. Die Figur gilt als Stellvertreter der Widerstandskämpfer und als Ausdruck „zielgerichteter revolutionärer Kraft“.

Inschriftplatte

Vor der Figur des Spanienkämpfers liegt auf den Stufen eine Bronzetafel von Susanne Kähler.

Einzelnachweise

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