Geisheck-Formation
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Die Geisheck-Formation ist in der Erdgeschichte eine lithostratigraphische Gesteinseinheit im Oberkarbon des Saar-Nahe-Beckens. Sie folgt auf die Sulzbach-Formation und wird von der Luisenthal-Formation überlagert. Sie wird in das Westfalium D (Oberkarbon oder Pennsylvanium) datiert.

Namengebung und Begriffsgeschichte
Die Geisheck-Formation ist nach dem Schacht Geisheck, bei Heinitz (Neunkirchen) benannt. Der Name wurde ursprünglich als Geisheck-Schichten eingeführt und später formell lithostratigraphisch in Geisheck-Formation geändert.
Definition, Korrelation und Alter
Die Untergrenze bildet die Basis von Flöz 1 Stolberg, die Obergrenze der Tonsteinhorizont 2. Die Formation besteht aus wechselnden grobsandigen bis feinkiesigen Schüttungen mit pelitischen Zwischenlagen. Die Schichten wurden durch verzweigte Flüsse oder schwach mäandrierende Flüsse abgelagert. Die Geisheck-Schichten werden von Schäfer in das Westfalium D datiert, die Stratigraphische Tabelle von Deutschland stellt sie dagegen in den höheren Teil des Westfalium C (Bolsovium)[1].
Gliederung
Die Geisheck-Formation bildet zusammen mit der Luisenthal-Formation und der Heiligenwald-Formation die Obere Saarbrücken-Gruppe. Sie wird formell lithostratigraphisch nicht weiter in Unterformationen untergliedert.
Fossilien
Die Geisheck-Formation ist durch Insektenreste von Libellen bekannt geworden[2]. Sie enthält außerdem zahlreiche Pflanzenfossilien.