Gelber Bertram
Art der Gattung Bertram (Anacyclus)
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Der Gelbe Bertram (Anacyclus radiatus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Bertram (Anacyclus) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

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Gelber Bertram (Anacyclus radiatus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Anacyclus radiatus | ||||||||||||
| Loisel. |
Merkmale
Der Gelbe Bertram ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimeter erreicht. Die Stängel sind meist ästig mit aufrechten Seitenzweigen. Die Blätter sind am Stängelgrund gehäuft und dreifach fiederschnittig. Die Blütenstiele sind aufrecht. Die Strahlenblüten sind meist gelb, seltener weiß (bei subsp. coronatus). Die Hülle hat einen Durchmesser von 15 bis 18 Millimeter. Die Hüllblätter besitzen ein häutiges Anhängsel, die äußeren Früchte spitze Flügel.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Vorkommen
Der Gelbe Bertram kommt im westlichen und zentralen Mittelmeerraum sowie in Syrien und auf den Kanarischen Inseln. Im Mittelmeergebiet kommt er in Marokko, Algerien, Libyen, Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Albanien und Griechenland vor.[1] Er gedeiht auf Waldlichtungen, auf sandigen Weiden und an alten Mauern.
Nutzung
Der Gelbe Bertram wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete und als Schnittblume genutzt. Er ist seit spätestens 1883 in Kultur.
Taxonomie und Systematik
Der Gelbe Bertram wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 895 als Anthemis valentina erstbeschrieben. In der Gattung Anacyclus konnte aber das Epitheton "valentina" nicht verwendet werden, das Linné selber den Namen Anacyclus valentinus für eine andere Art verwendet hatte. Die Art heißt also korrekt Anacyclus radiatus Loisel., wie sie 1807 Jean-Louis-Auguste Loiseleur-Deslongchamps in Flora Gallica, 1. Auflage, Band 2 Seite 582 genannt hatte.
Die Art ist sehr formenreich, es wurden 2 Unterarten beschrieben:
- Anacyclus radiatus subsp. radiatus: Die Strahlen sind auf der Oberseite bräunlich, auf der Unterseite purpurn oder bräunlich. Sie kommt ursprünglich vor auf den Kanaren, in Marokko, Libyen, Portugal, Spanien, Frankreich, Korsika, Italien und Sizilien.[1] Auf den Azoren ist sie ein Neophyt.[1]
- Anacyclus radiatus subsp. coronatus (Murbeck) Humphries: Die Strahlen sind weiß. Diese Unterart kommt in Süd-Marokko und auf den Kanaren vor.[1]
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.