Gelnhäuser Neue Zeitung

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Die Gelnhäuser Neue Zeitung (GNZ) ist eine Tageszeitung der Egro Mediengruppe aus Obertshausen (Kreis Offenbach in Hessen) mit Sitz in Gelnhausen, der Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises. Die verkaufte Auflage beträgt 7674 Exemplare, ein Minus von 12,6 Prozent seit 1998.[1] Die Ausgaben erscheinen als Print-Zeitung, als E-Paper und auf dem gleichnamigen Nachrichtenportal. Sie wurde 1988 gegründet.

Schnelle Fakten
Gelnhäuser Neue Zeitung
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Beschreibung Tageszeitung
Verlag GNZ Verlags GmbH (Deutschland)
Hauptsitz Gelnhausen
Erstausgabe 16. Januar 1988
Erscheinungsweise Mo.–Sa.
Verkaufte Auflage 7674 Exemplare
(IVW 1/2026, Mo–Sa)
Chefredakteur Thomas Welz
Herausgeber Markus Echternach
Weblink www.gnz.de
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Geschichte

Am 16. Januar 1988 erschien die Erstausgabe der Gelnhäuser Neuen Zeitung, sie gilt als Deutschlands jüngste Tageszeitung. Anfangs wurde zwei Wochen lang eine „Traumauflage“ von 80.000 Exemplaren gedruckt, die umsonst und zum Kennenlernen in jeden Haushalt der Region verteilt wurde. Das Druck- und Pressehaus Naumann hatte seinen Firmensitz zunächst in Freigericht-Altenmittlau.

1994 zog das Unternehmen auf das ehemalige US-Kasernengelände in Gelnhausen um. Der 18. März 1996 markiert in der Firmengeschichte des Druck- und Pressehauses Naumann einen historischen Tag: Bundeskanzler Helmut Kohl nahm per Knopfdruck die neue Rotationsanlage in Betrieb und taufte sie auf den Namen „Ecoman“ (Hersteller war MAN PLAMAG aus Plauen in Sachsen).

In den Folgejahren expandierte das Unternehmen kontinuierlich; entgegen dem Trend auf dem Zeitungsmarkt wuchs die Auflage. Ende 2011 übergab Ehrhard Naumann, Gründer und Verleger der GNZ, die Verlagsleitung des Druck- und Pressehauses Naumann an seinen Sohn Oliver. Dieser war zu diesem Zeitpunkt seit 17 Jahren gleichberechtigter Geschäftsführer gewesen. Gemeinsam mit Jochen Grossmann, der zum weiteren Geschäftsführer berufen wurde, leitet er seitdem das Unternehmen. Am 4. Juli 2017 erschien die erste GNZ in verändertem Format. Sie kommt seitdem aus der Rotationsdruckanlage „Commander CL“ des Herstellers Koenig & Bauer (KBA) aus Würzburg.

Auf dem Nachrichtenportal gnz.de finden sich seit Februar 2023 – über das Angebot in den gedruckten Ausgabe hinaus – weitere Berichte über das Geschehen in der Region und darüber hinaus. Die überregionalen Inhalte werden vom RND Redaktionsnetzwerk Deutschland bezogen.

Im Frühjahr 2025 meldete das Druck- und Pressehaus Naumann für einige seiner Firmen Insolvenz an.[2] Zahlreichen Beschäftigten wurde in diesem Zusammenhang gekündigt.

Oliver Naumann, einer der Geschäftsführer, trat aufgrund der Insolvenz auch von seinem Amt als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern zurück, um sich vollständig auf die Sanierung des Unternehmens zu konzentrieren.[3]

Die im Taunus beheimatete Sonntagszeitung LZ am Sonntag mit allen deren Produkten und die ZVG Media Distribution GmbH in Gelnhausen wurden im Rahmen der Insolvenz mittlerweile an die VRM (Verlagsgruppe Rhein-Main) in Mainz veräußert.

Am 1. Dezember 2025 wurde das Insolvenzverfahren gegen eine weitere Tochterfirma, die GZ Medien GmbH in Gießen, eröffnet und eine Gläubigerversammlung für den 4. Februar 2026 vor dem AG Hanau angekündigt.[4]

Die Egro Mediengruppe aus Obershausen hat am 1. April 2026 wesentliche Teile des Verlagsgeschäfts des Druck- und Pressehauses Naumann aus dem Insolvenzverfahren heraus übernehmen. Dazu zählen insbesondere die Zeitungs- und Wochenblattverlage und damit auch die Gelnhäuser Neue Zeitung und die Gießener Zeitung, digitale Produkte (u. a. dpn360) sowie vor- und nachgelagerte Bereiche wie Druckvorstufe, Logistik und Zustellung mit insgesamt rund 850 Mitarbeitern. Beim Druck- und Pressehaus Naumann verbleiben hingegen der Bereich Lohndruck für externe Kunden sowie die Immobilien.[5]

Die neue Firmenstruktur besteht aus mehreren einzelnen Gesellschaften: GNZ Verlags GmbH (HRB 101108 Amtsgericht Hanau), GNZ Logistik GmbH - vormals: Rhein-Main-Post GmbH - (HRB 101161 Amtsgericht Hanau), EMG Medienfabrik GmbH, Rhein-Main Medienhaus GmbH (HRB 101132 Amtsgericht Hanau).[6]

Auflage

Die Gelnhäuser Neue Zeitung hat im Gegensatz zu den meisten deutschen Tageszeitungen ihre Auflage in den vergangenen Jahren erhöht. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 0,8 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 9,5 % abgenommen.[7] Sie beträgt gegenwärtig 7674 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 96,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]
0200040006000800010.00012.0001998200220062010201420182022Exemplare

Verbreitung

Die Gelnhäuser Neue Zeitung berichtet schwerpunktmäßig über den Altkreis Gelnhausen sowie über die Kommunen Langenselbold und Bad Soden-Salmünster.

Ausgaben

Die GNZ erscheint von Montag bis Samstag. Das Druck- und Pressehaus Naumann gibt zudem die kostenlosen Wochenzeitungen Mittelhessen Bote zum Wochenende heraus.

Einzelnachweise

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