Georg Arsenius
schwedischer Maler, Zeichner, Radierer und Bildhauer
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Leben
Er wurde als Sohn des Malers Johan (John) Arsenius geboren. Seine Brüder Fredrik und Sam Arsenius waren ebenfalls künstlerisch tätig. Von 1875 bis 1881 studierte er an der Königlichen Akademie der Künste in Stockholm. Ab 1882 setzte er seine Ausbildung in Paris fort, wo er Schüler von Jean-Paul Laurens war. In Paris lebte er zeitweise in der Nachbarschaft des Malers Nils Kreuger, mit dem ihn insbesondere die Leidenschaft für Pferde verband.[2]
1886 ließ sich Arsenius in Chantilly nieder. Im selben Jahr wurde er Mitglied des neu gegründeten schwedischen Künstlerbundes Konstnärsförbundet, mit dem er bis 1905 regelmäßig ausstellte. 1889 erhielt er auf der Weltausstellung in Paris eine Medaille dritter Klasse. Arsenius lebte und arbeitete überwiegend in Frankreich, wo er sich auch als Illustrator für Sport- und Tageszeitungen etablierte. Er starb im Jahr 1908 in Vineuil bei Chantilly.[2]
Werk

Das Hauptmotiv im Werk von Georg Arsenius war das Tier, insbesondere das Pferd. Er schuf zahlreiche Darstellungen von Pferden, Reitern und Pferderennen sowie Reiterporträts, darunter auch Porträts prominenter Persönlichkeiten. Daneben entstanden vereinzelt Landschaftsdarstellungen und Genrebilder. Arsenius arbeitete als Maler, Zeichner, Radierer und Bildhauer. Stilistisch war sein Werk vom Impressionismus und der französischen Freilichtmalerei beeinflusst. Mit virtuoser Technik gelang es ihm, Bewegungen und Charaktere – vor allem von Pferden – präzise festzuhalten. Seine Gemälde zeichnen sich durch einen breiten, raschen Pinselduktus, ein lichtes Kolorit und häufige Gegenlichtsituationen aus, die eine vibrierende, atmosphärische Wirkung erzeugen. Teilweise skizzenhafte Konturen verstärken den Eindruck von Spontaneität.[2]

Georg Arsenius war zudem ein gefragter Sportzeichner und lieferte Illustrationen für verschiedene französische Zeitungen, darunter Le Sport und Le Figaro. Für seinen Bruder Sam Arsenius illustrierte er 1901 das Buch Om hästar. Zu seinen Ehren wurde später der Georg-Arsenius-Preis gestiftet. Werke von ihm befinden sich unter anderem in öffentlichen Sammlungen in Göteborg, Norrköping und Stockholm sowie auf Waldemarsudde.[2]
Literatur
- Emil Hultmark: Svenska kopparstickare och etsare 1500–1944, Uppsala 1944.
- Pierre Cabanne, Gerald Schurr: Dictionnaire des petits maîtres de la peinture, Band I, Paris 1996.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
