Georg Buddruss

deutscher Indologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Buddruss (* 30. November 1929 in Alt-Lappienen, Ostpreußen; † 13. August 2021 in Mainz[1]) war ein deutscher Indologe, der sich neben dem klassischen Sanskrit und der Hindi-Literatur auch mit den indoiranischen Sprachen Afghanistans und Pakistans beschäftigte.[2]

Leben

Nach der Promotion zum Dr. phil. in Frankfurt am Main 1954 lehrte Buddruss von 1963 bis 1995 als Professor für Indologie in Mainz, wo er im August 2021 im Alter von 91 Jahren starb.

Er war 1955 Mitglied der Deutschen Hindukush Expedition und kam nach Chitral und Gilgit-Baltistan. Es war von dieser Gegend fasziniert und begann die dortigen Sprachen wissenschaftlich zu untersuchen. So lernte er Waigali, Prasun, Kati, Khowar, Maya, Shina, Burushaski, Wakhi und Doomaki.

Buddruss nutzte in den 1980er das Radio Pakistan Gilgit, um die lokale Bevölkerung mit seiner Forschung bekannt zumachen.

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

  • Kanyawali. Proben eines Maiyã̄-Dialektes aus Tangir (Hindukusch). München 1959, OCLC 25810641.
  • Khowar-Texte in arabischer Schrift. Mainz 1982, ISBN 3-515-03642-3.
  • mit Almuth Degener: Materialien zur Prasun-Sprache des afghanischen Hindukusch. Band 1. Texte und Glossar. Cambridge 2015, ISBN 978-0-674-73741-9
  • mit Almuth Degener: Materialien zur Prasun-Sprache des afghanischen Hindukusch. Band 2. Grammatik. Cambridge 2017, ISBN 978-0-674-98037-2.

Literatur

  • als Herausgeber Renate Söhnen-Thieme und Oskar von Hinüber: Festschrift, Georg Buddruss zur Vollendung des 65. Lebensjahres und zu seiner Emeritierung dargebracht von Schülern, Freunden und Kollegen. Reinbek 1994, OCLC 159873772.
  • Georg Buddruss im Mainzer Professorenkatalog
  • Aufsätze aus dem indologischen Verzeichnis unselbständiger Schriften SARDS.

Einzelnachweise

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