Georg Kretschmann
deutscher Publizist und Kunsthistoriker in Dresden
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Georg Kretschmann (* 6. Mai 1939 in Gablonz, Reichsgau Sudetenland, Deutsches Reich; † 10. Mai 2008 in Radebeul, Sachsen) war ein deutscher Publizist und Kunsthistoriker in Dresden.
Leben
Georg Kretschmann wuchs im Sudetenland auf. 1945 zog die Familie nach Sachsen.
Er studierte Journalistik an der Universität Leipzig und promovierte dort 1973. Danach war er als Publizist, besonders über Bildende Kunst in Dresden tätig, er drehte auch einige Kurzbeiträge für das Fernsehen und lehrte an der Kunsthochschule.[1]
Nach 1990 war Kretschmann als freier Publizist besonders über Kunst-Kriminalfälle tätig. Die größte Beachtung fand sein Buch Das Silber der Wettiner (1995) über die verschlungene Geschichte von Kunstwerken aus Dresden als Kriegsbeute nach 1945.
Werke
Publikationen
Monographien
- Der zielgerichtete Einsatz der journalistischen Genres bei der populärwissenschaftlichen Darstellung naturwissenschaftlich-technischer Stoffe in der sozialistischen Tageszeitung, Dissertation, Leipzig 1973
- Kunst im Dialog. Die VIII. und die Öffentlichkeit. Rezensionen, Betrachtungen, Gespräche und Besuchermeinungen zur VIII. Kunstausstellung in journalistischen Medien der DDR. Herausgegeben im Auftrag des Ministeriums für Kultur und des Verbandes Bildender Künstler der DDR von Georg Kretschmann (Auszüge)
- Millionengeschäfte mit der Kunst, Berlin 1991
- Das Silber der Wettiner. Eine Schatzsuche zwischen Moskau und Berlin, Berlin 1995
- Hof-Taschenspieler Joseph Fröhlich, Taucha 1996
- Der Schatz der Wettiner. Der Sensationsfund in Sachsen, Leipzig 1997 (zu einem archäologischen Fund)
- Sachsens größter Fälscher, Taucha 1997
- Faszination Fälschung. Kunst-, Geld- und andere Fälscher und ihre Schicksale, Berlin 2001
Artikel
- Produktive Spannungen zwischen Gedanklichem und Künstlerischem. Ein Gespräch mit Wolfgang Mattheuer, in Bildende Kunst, 6/1975, mit Peter Kost, für die Sächsische Zeitung
- Japan sprach von diesem Porzellan. Interview von Toshimitsu Fukuda und Dr. Georg Kretschmann, in Sächsische Zeitung vom 14. Oktober 1975, über eine Ausstellung von altjapanischem Porzellan aus Dresden in Japan[2]
- Herta Günther, in Kunst im Heim, 4/1985
Filme
Er wirkte als Drehbuchautor in mehreren Filmen mit
- Ich habe Winnetou begraben, DDR-TV, Erstsendung am 25. Dezember 1982, Beginn der offiziell erlaubten Karl-May-Rezeption in der DDR
- Stilleben – Eine Reise zu den Dingen, DEFA, 1985
- Die Noble-Legende. Ein amerikanisches Schicksal , MDR 1993[3]
Georg Herrmann drehte einige Kurzdokumentationen über Kunstwerke, vor allem aus der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden für das DDR-Fernsehen[4]
- Selbstbildnis mit Saskia im Gleichnis von dem verlorenen Sohn von Rembrandt
- Das Bildnis des Sieu de Morette von Hans Holbein d. J.
- Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke von Canaletto
- Das Reisebuch des Levinus Hulsius 1598
- Steckbrett mit Briefen von Wallerant Vaillant
- Das Liebesfest und gesellige Unterhaltung im Freien von Antoine Watteau
- König August II. von Polen und König Friedrich Wilhelm I. von Preußen von Louis de Silvestre
- Selbstbildnis mit Panamahut von Max Liebermann
- Bilder aus Ägypten von Max Slevogt
- Das zerstörte Dresden von Wilhelm Rudolph
- Hofnarr Fröhlich, Porzellanfigur von J. J. Kändler und J. G. Kirchner
Literatur
- Kürschners Deutscher Sachbuch-Kalender. K. G. Saur, München 2001, S. 229, mit biographischen und bibliographischen Angaben
Weblinks
- Georg Kretschmann Sächsische Biographie