Georg Krukenberg

deutscher Gynäkologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Heinrich Peter Krukenberg (* 16. Dezember 1855 in Calbe (Saale);[1]1. Dezember 1899 in Bonn) war ein deutscher Gynäkologe.

Leben

Georg Krukenberg entstammte einer alten Gelehrtenfamilie, zu seinen Vorfahren zählten die Mediziner Peter Krukenberg, Dietrich Georg Kieser und Johann Christian Reil. Sein Vater war der Notar, Rechtsanwalt und Justizrat Georg Krukenberg.

Nach dem Studium in Halle promovierte Krukenberg 1879 in Göttingen zum Dr. med. Ein Jahr später nahm er eine Stelle an der Universitätsklinik Bonn an, habilitierte sich als Erster Assistenzarzt dort drei Jahre später zum Privatdozenten[2] für Gynäkologie und wurde 1894 zum Professor ernannt. Als Leiter einer gynäkologischen Privatklinik war er auch praktisch tätig. Krukenberg untersuchte den Einfluss von Bädern verschiedener Temperatur auf die Körperwärme, den Ursprung des Fruchtwassers, sowie die Nierenabscheidungen des Embryos. Außerdem schlug er Maßnahmen zur Vermeidung der angeborenen Bindehautentzündung der Säuglinge vor und legte seine Beobachtungen über Hysterie dar.

Georg Krukenberg war mit Elsbeth Krukenberg-Conze (1867–1954) verheiratet, einer Tochter des Berliner Archäologen Alexander Conze, die zu Lebzeiten ihres Mannes die Privatklinik leitete und nach dessen frühem Tod – er starb an einer Blutvergiftung[3] – als Frauenrechtlerin und Buchautorin hervortrat. Gemeinsam hatten sie drei Söhne: Gustav, Ernst und Werner Krukenberg.

Georg Krukenberg ist im Familiengrab auf dem Friedhof Bonn-Endenich beigesetzt; dort liegt auch seine Frau Elsbeth sowie deren spätere Lebensgefährtin, die Kreuznacher Pädagogin Lina Hilger.[4] Das „Krukenbergsche Grabmal“ des Bildhauers Arnold Kramer auf dem Zentralfriedhof in Braunschweig mit einem Marmorrelief, das im Thieme-Becker verzeichnet ist[5], ist heute nicht mehr nachzuweisen.

Literatur

  • Georg Krukenberg. In: J. Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Urban & Schwarzenberg, Berlin u. a. 1901, Sp. 919. Mit falschem Geburtsort, -jahr und Todestag.

Einzelnachweise

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