Georg Neuffer (Unternehmer)
Unternehmer und Kommunalpolitiker in Regensburg
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Georg Neuffer (* 23. Juli 1819; † 15. Juni 1893) war ein deutscher Unternehmer und Kommunalpolitiker in Regensburg.
Leben und Wirken
Georg Neuffer entstammte einer Bayrisch-schwäbischen Familie, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Württemberg nach Regensburg eingewandert ist. Sein Vater baute ein angesehenes Großhandels- und Handelshaus auf, genannt Hammerschmidts Eidam, und ließ sich auf Schloss Eichhofen nieder. Neben der Eisenproduktion wurde dort auch Spiegelglas hergestellt.[1]
Georg Neuffer führte als Kaufmann und Unternehmer die Tätigkeit seines Vaters fort. Da er nicht im Handelsregister nach der bayerischen Gewerbeordnung von 1868 eingetragen war, kann er keine Registerpflicht besessen haben, war also offensichtlich kein Vollkaufmann.[2] Als Großhandlung war der Betrieb ein offenes Gewerbe, das von der Gewerbefreiheit profitierte und im Gegensatz zu den zunftgebundenen Handwerksbetrieben weniger staatlichen Reglementierungen unterlag.
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Neuffer auch kommunalpolitisch. Zeitgenössische Quellen nennen ihn als Mitglied des Stadtmagistrats, des Handelsgerichts sowie der Handelskammer.[2][3] In wirtschaftspolitischen Fragen setzte sich Neuffer für eine verbesserte infrastrukturelle Anbindung Regensburgs ein, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bayerischen Ostbahn. Für seine wirtschaftlichen und kommunalen Verdienste wurde ihm der Titel eines königlichen Kommerzienrats verliehen.[3] Schon „in verhältnismäßig jungen Jahren [wurde er] Mitglied des Stadtmagistrats, des Handelsgerichts, dann Vorstand der Handelskammer und später lange Zeit hindurch Vorstand des Gemeinde-Kollegiums.“ Zudem war er Regensburgs Vertreter im Landrat der Oberpfalz. In dieser Funktion war er ein Befürworter der Landeserschließung durch die Bayerischen Ostbahnen. Ihm wurde der Titel Kommerzienrat verliehen.[1]
Bekannt wurde einer seiner fünf Söhne Georg Neuffers, Wilhelm Neuffer (1840–1904), Jurist und badischer Beamter. Dieser heiratete 1872 Maria Lamey (1851–1912), Tochter von August Lamey aus dessen erster Ehe mit Maria Barbara Heuser. Er war unter anderem als Oberamtmann in verschiedenen Bezirken tätig, darunter in Tauberbischofsheim und später in Mannheim.[4]