George Charles Aid
US-amerikanischer Maler und Grafiker
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George Charles Aid (* 26. August 1872 in Quincy, Illinois; † 12. Mai 1938 in Tryon, North Carolina) war ein US-amerikanischer Maler und Grafiker.[1]

Leben
George Charles Aid wurde 1872 in Quincy im Bundesstaat Illinois geboren. Zwischen 1890 und 1893 studierte er an der School of Fine Arts der Washington University in St. Louis. Von 1899 bis 1901 setzte er seine Ausbildung an der Académie Julian in Paris fort, wo er Schüler von Jean-Paul Laurens und Benjamin Constant war. Nach Abschluss seiner Studien lebte George Charles Aid mehrere Jahre in Frankreich und war vor allem in Paris tätig. Dabei unternahm er Studienreisen durch Frankreich sowie nach Italien und in die Niederlande. Später unternahm er auch Reisen durch den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten, die sein künstlerisches Werk beeinflussten.[1]
Er war Mitglied mehrerer Künstlervereinigungen, darunter der Chicago Society of Etchers, der St. Louis Artists Guild, der American Art Association of Paris und der Société des Peintres et Graveurs Français. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter 1903 eine Bronzemedaille auf der Weltausstellung in San Francisco, eine Medaille des Salon de Paris sowie 1904 eine Silbermedaille auf der Weltausstellung in St. Louis. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in Tryon, North Carolina, wo er 1938 verstarb.[1]
Werk

George Charles Aid war als Maler und Grafiker tätig. In Paris erwarb er sich einen Ruf als Porträtist und Maler figürlicher Szenen. Seine Werke sind durch eine realistische Darstellungsweise und eine detailreiche Ausarbeitung gekennzeichnet. Neben Gemälden entstanden zahlreiche Miniaturen und Radierungen. Als Grafiker widmete er sich insbesondere architektonischen Motiven und Stadtlandschaften. Seine Radierungen sind in öffentlichen Sammlungen vertreten, unter anderem in der Library of Congress in Washington, D.C., in der New York Public Library und im Saint Louis Art Museum. Weitere Werke befinden sich im Mint Museum in Charlotte, im Musée du Luxembourg in Paris sowie in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.[1][2]
Literatur
- Karen F. Beall: American Prints in the Library of Congress, The Johns Hopkins University Press, 1970
- Hans Singer: Die moderne Graphik, Seemann, Leipzig, 1922.
- Mantle Fielding: Dictionary of American Painters, Sculptors & Engravers, Detroit Book Press, Detroit, 1974.
- Who Was Who in America: Volume I (1897–1942), A. N. Marquis, Chicago, 1962.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
Weblinks
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009.