George Frederick Root

US-amerikanischer Komponist From Wikipedia, the free encyclopedia

George Frederick Root (auch: G. Friedrich Wurzel, * 30. August 1820 in Sheffield, Berkshire County, Massachusetts; † 6. August 1895 auf Bailey Island, Maine) war ein US-amerikanischer Komponist von mehr als dreißig Liedern und 200 Musikstücken, Musikpädagoge und Verfasser von über fünfzig Schriften mit musikalischen Themen. Er trug wesentlich zur musikalischen Bildung und Entwicklung in den Vereinigten Staaten bei.

George Frederick Root

Leben

Root wurde im ländlichen Sheffield in Neuengland geboren, als er sechs Jahre alt war, zog die Familie nach North Reading bei Boston um. Mit zwölf Jahren beherrschte er bereits 13 Musikinstrumente, was auf seine musikalische Begabung und Interesse hingewiesen hatte.[1] In Boston erhielt er mit achtzehn Jahren Klavierunterricht bei George J. Webb und wirkte gleichzeitig als Musiklehrer in Boston.[2] 1845 ging er nach New York, wo er als Organist an der Church of the Strangers und als Musiklehrer am Abbott Institute for Young Ladies wirkte. 1850 unternahm er eine einjährige Reise nach Paris und Rom, um Gesang zu studieren.

Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er ab 1851 - teils unter dem Pseudonym G. Friedrich Wurzel - Lieder.[3] Seine ersten erfolgreichen Lieder waren The Hazel Dell (1853) und Rosalie, The Prairie Flower (1855). Ab 1853 arbeitete er mit New Yorker Liedautoren wie Mary S. B. Dana (Free As a Bird), Frances Jane Crosby (There’s Music in the Air) und Reverend David Nelson (The Shining Shore) zusammen. Er erteilte zudem Musikunterricht am Rutgers Female Institution und an der Miss Haine’s School for Young Ladies. Mit William Batchelder Bradbury gründete er 1853 das New York Normal Institute zur Ausbildung von Musiklehrern.[4]

1859 übersiedelte er nach Chicago, wo sein Bruder Ebenezer Towner Root eine Musikalienhandlung betrieb, die den Namen Root & Cady trug.[5] Unter dem Eindruck des Amerikanischen Bürgerkrieges komponierte Root über hundert Lieder, davon fast dreißig Kriegslieder, von denen einige – wie Tramp! Tramp! Tramp!, The Vacant Chair, Just Before the Battle, Mother, The Battle Cry of Freedom und The First Gun Fired! May God Protect the Right! – sehr populär wurden.[6] Vom Lied The Battle Cry of Freedom, der auch als The Battle Hymn of the Republic bekannt ist, wurden bis zu 700.000 Kopien angefertigt, denn es war der Song der Soldaten des Nordens, der Union.[7]

Neben zahlreichen Liedern komponierte Root auch Chorwerke und Kantaten (The Flower-Queen, 1852, The Haymakers 1857) und verfasste eine Klavier- und eine Orgelschule, Handbücher für Harmonielehre und Musikpädagogik und viele Artikel für musikalische Zeitschriften. Auch sein Sohn Frederic Woodman Root wurde als Komponist bekannt.

Lieder

Root hat sowohl geistliche als auch säkulare und vor allem patriotische Lieder komponiert[8], seine Kirchenlieder wurden auch vom Methodistenprediger Ernst Heinrich Gebhardt ins Deutsche übersetzt.[9] Seine bekanntesten Kompositionen sind:[10]

  • Ring The Bells Of Heaven, 1856, Text von William O. Cushing, N° 106 in: Great Hymns Treasury. 55 Hymns of Faith, 1997; deutsch 1875 von Ernst Heinrich Gebhardt unter Schallt, ihr Himmelsglocken!, in 4 deutschen Liederbüchern enthalten.
  • When he cometh, when he cometh, 1866; deutsch 1875 von Ernst Heinrich Gebhardt unter Wenn der Heiland, wenn der Heiland, in 28 deutschen Liederbüchern enthalten.
  • Come to the Saviour, make no delay, 1873; deutsch 1875 von Ernst Heinrich Gebhardt unter Komm zu dem Heiland, komme noch heut, in 26 deutschen Liederbüchern enthalten.
  • The Battle Cry of Freedom, 1862; Neuvertonung von Willard A. und Porter Heaps nach 1960.[11]
  • The First Gun is Fired.
  • Free as a Bird.
  • The Hazel Dell
  • Just After the Battle.
  • Just Before the Battle, Mother.
  • On, On, On the Boys Came Marching.
  • Rosalie, the Prairie Flower.
  • The Shining Shore.
  • There's Music in the Air.
  • Tramp, Tramp, Tramp.
  • The Vacant Chair.

Ehrungen

Für seine Verdienste um den Musikunterricht und seine Kompositionen verlieh ihm die University of Chicago 1872 oder 1875 einen Ehrendoktortitel. Denn er trug wesentlich zur musikalischen Bildung und Prägung Amerikas bei.[12]

1970 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Familie

1845 heiratete er Mary Olive Woodman, zusammen hatten sie sechs Kinder, Frederick, Charles, Clara Louise, Arabella, May und Nellie.[13]

Literatur

  • John Julian: Dictionary of Hymnology, Appendix, Part II, 1907.
  • Jacob Henry Hall: Biographies of Gospel Song and Hymn Writers, Fleming H. Revell Company, New York 1914.

Einzelnachweise

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