Gerald Gouriet

britischer Komponist und Anwalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerald Gouriet (* 20. Jahrhundert in Schottland) ist ein britischer Komponist und Anwalt. Er schuf einige musikalische Werke für das britische Kino der 1980er Jahre und 1990er Jahre. Darunter Kompositionen für Filme wie Madame Sousatzka , Timescape – Im Wettlauf gegen die Zeit oder … und der Himmel steht still.

Leben und Karriere

Der gebürtige Schotte Gerald Gouriet wuchs in England auf und studierte bereits im Alter von 16 Jahren am renommierten Londoner Royal College of Music, wo er eine Ausbildung zum Dirigenten bei Adrian Boult und eine Kompositionslehre bei Nadia Boulanger machte. Nach seinem Bachelor of Music war Gouriet in der Folgezeit nicht nur als musikalischer Direktor, sondern auch als Schauspieler und Theatermanager tätig, danach studierte Gouriet auch noch das Recht und praktizierte seit 1974 als zugelassener Anwalt. Im Jahr 2006 wurde er zum Kronanwalt ernannt. Er ist Herausgeber von Patersons Licensing Acts und von Smith & Monkcom: The Law of Gambling. Neben seiner Tätigkeit als Anwalt für Lizenzrecht, Öffentliches Recht und Kommunalrecht baute er sich ein Aufnahmestudio auf, in dem er über die Jahre Kompositionen schrieb und produzierte.

1988, nachdem er als musikalischer Direktor und Komponist für verschiedene Theater in England und Nairobi gearbeitet hatte, trat der Regisseur John Schlesinger mit einem Filmmusikauftrag an ihn heran. Gouriets Komposition zu Schlesingers Filmdrama Madame Sousatzka mit Shirley MacLaine in der Hauptrolle erhielt bei den Golden Globe Awards 1989 schließlich eine Nominierung in der Kategorie Beste Musik. 1991 komponierte er die Musik zu David Twohys Science Fiction Film Timescape – Im Wettlauf gegen die Zeit mit Jeff Daniels. Eine Ivor Novello-Nominierung erhielt Gouriet 1992 für seine Arbeit zu Schlesingers A Question of Attribution.[1] 1993 komponierte er dann die Musik zu Schlesingers Kinoproduktion … und der Himmel steht still mit Anthony Hopkins, Isabella Rossellini und Campbell Scott.

Neben seiner Musik für die Große Leinwand entstanden in den frühen 1990er Jahren parallel auch verschiedene Kompositionen zu Fernsehfilmen von Regisseuren wie Robert Markowitz, Larry Peerce, Stuart Cooper, Martin Donovan, John Korty, Glenn Jordan oder Rod Hardy.

Auszeichnungen (Auswahl)

Golden Globe Awards

Ivor Novello Awards

  • 1992: Nominierung in der Kategorie Best Theme from a TV/Radio Production für A Question of Attribution

Filmografie (Auswahl)

Kino

Fernsehen

  • 1991: Kokain – Krieg um weißes Gold (Seeds of Tragedy)(Fernsehfilm)
  • 1991: Anklage aus dem Jenseits (Death Dreams) (Fernsehfilm)
  • 1991: Screen One (Fernsehserie, 1 Episode)
  • 1992: Double Edge (Fernsehfilm)
  • 1992: Als Baby mißbraucht (Child of Rage) (Fernsehfilm)
  • 1992: Diese Frau gehört mir (Overexposed) (Fernsehfilm)
  • 1993: Blond und tödlich (Rubdown) (Fernsehfilm)
  • 1993: Die Wahrheit führt zum Tod (The Substitute) (Fernsehfilm)
  • 1993: Lost Souls – Botschaft aus dem Jenseits (They) (Fernsehfilm)
  • 1993: Tanz mit dem weißen Hund (To Dance with the White Dog) (Fernsehfilm)
  • 1993: The Only Way Out (Fernsehfilm)

Einzelnachweise

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