Geranylgeraniol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Geranylgeraniol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Diterpene.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Geranylgeraniol
Allgemeines
Name Geranylgeraniol
Andere Namen

all-trans-3,7,11-15-Tetramethyl-2,6,10,14-hexadecatetraen-1-ol

Summenformel C20H34O
Kurzbeschreibung

farblose bis hellgelbe Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 24034-73-9
EG-Nummer (Listennummer) 623-656-5
ECHA-InfoCard 100.152.315
PubChem 5281365
Wikidata Q3123708
Eigenschaften
Molare Masse 290,48 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,89 g·cm−3[2]

Siedepunkt

152–153 °C (9,3 Pa)[2]

Löslichkeit

löslich in Ethanol, DMSO, Chloroform, Aceton und anderen Lösungsmitteln[3]

Brechungsindex

1,4932 (30 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Hellgelbe Erdhummel (Bombus lucorum)

Geranylgeraniol kommt in vielen Pflanzen[4][5] sowie einigen Bakterien[6] und Insekten[7] – z. B. Hellgelbe Erdhummel (Bombus lucorum) – vor.

Gewinnung und Darstellung

Geranylgeraniol wird in Menschen und Tieren auf dem Mevalonatweg gebildet.[8][9]

Geranylgeraniol wird in der Biosynthese durch Reaktion von zwei Isopren-Einheiten zu Geraniol gebildet.[2]

Eigenschaften

Geranylgeraniol ist eine farblose bis hellgelbe klare Flüssigkeit.[1]

Verwendung

Geranylgeraniol ist der metabolische Vorläufer vieler Diterpene und Carotinoide. Es kommt auch als Seitenkette in vielen Verbindungen wie Vitamin K2 vor.[2]

Es dient als Bestandteil von Coenzym Q10[10][11] und Häm A[12] welche Bestandteil der Atmungskette aller mehrzelligen Lebewesen sind. Für die Synthese von prenylierten Proteinen[13] und glycosylierten Proteinen[14] ist es in einem posttranslationalen Schritt essentiell.

In vitro Untersuchungen von seinem Derivat Geranylgeranylpyrophosphat zeigten, dass dies ein potentes und selektives Mittel gegen Mycobacterium tuberculosis ist.[1]

Einzelnachweise

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