Gerd-Hinrich Schnepel
Buchhändler
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Gerd-Hinrich Schnepel (geb. 6. September 1943) ist ein deutscher Buchhändler und ehemaliges Mitglied der Revolutionären Zellen.[1][2]
Bis 1963 war er Mitglied der CDU. Er war einer der Geschäftsführer der „Politladen Buchhandlung und Verlags GmbH“ in Gaiganz, die eng mit der linksradikalen Szene in Nürnberg und Erlangen verbunden war. 1967 war er einer der sieben Gründer des SDS Erlangen. 1973 war er am Sprengstoffanschlag der Revolutionären Zellen gegen ITT in Nürnberg beteiligt, wozu er sich 2023 bekannte.[2] Bei den Revolutionären Zellen war er unter den Tarnnamen Max und Sharif aktiv. Bis zu deren Tod 1976 war er mit der bei der Flugzeugentführung in Entebbe umgekommenen Brigitte Kuhlmann liiert.[3] 1977 gab es ein Verfahren gegen ihn als ehemaliger Geschäftsführer der Politladen GmbH wegen Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole und des Verkaufs des Anarchistischen Kochbuchs. Das Urteil von zwei Jahren Haftstrafe wurde vom Bundesgerichtshof wegen Formfehlern aufgehoben. Etwa 1977 verließ er die Revolutionären Zellen.[4][5] 1997 und 2000 trat er Zeuge bei Prozessen gegen Mitglieder der Revolutionären Zellen auf.[3][6]
Als Entwicklungshelfer lebte er von 1982 bis 2022 in Nicaragua, wo er als Pionier des Biolandbaus galt.[7] 2025 trat er der Partei Die Linke bei, bei der er 2026 für den Parteivorstand kandidierte,[8][9][10] jedoch scheiterte.[11]