Gerd Appenzeller
deutscher Journalist
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Gerd Appenzeller (* 8. Juli 1943 in Berlin-Hermsdorf; † 5. Februar 2026 in Berlin-Reinickendorf[1]) war ein deutscher Journalist. Appenzeller war bis 2013 einer der Herausgeber des Berliner Tagesspiegels.
Leben und Wirken
Gerd Appenzeller bestand das Abitur in einem süddeutschen Internat und studierte danach Architektur in Berlin.
Nach einem Redaktionsvolontariat von 1964 bis 1966 war Appenzeller Lokalredakteur, später politischer Redakteur und Chef vom Dienst beim Südkurier Konstanz und schließlich ab 1988 dessen Chefredakteur.[2]
Von 1977 bis 2009 war er auch freier Mitarbeiter beim SWR-Fernsehen. Er war regelmäßiger Mitarbeiter der Deutschen Welle und „Lotse“ in der Ratesendung „Ich trage einen großen Namen“. 1994 wechselte er nach Berlin zum Tagespiegel, als Nachfolger von Hermann Rudolph und war dort bis 1998 Sprecher der Chefredaktion mit Monika Zimmermann und Walther Stützle.[1] Bis 2009 war er Redaktionsdirektor, danach Berater der Tagesspiegel-Chefredaktion.
Nach seinem Ausscheiden aus der Redaktionsleitung kehrte Appenzeller verstärkt zum Lokaljournalismus zurück. 2016 gründete er den Tagesspiegel‑Bezirksnewsletter für Reinickendorf, den er mehrere Jahre redaktionell betreute. In dieser Funktion berichtete er regelmäßig über kommunalpolitische Themen, insbesondere über Umwelt- und Infrastrukturfragen im Norden Berlins, und erlangte in der lokalen Öffentlichkeit große Anerkennung. Appenzeller war zudem Mitbegründer des Tagesspiegel‑Wirtschaftsmagazins Berlin Maximal sowie des Tagesspiegel‑Wirtschaftsclubs, in dessen Rahmen er zahlreiche Veranstaltungen moderierte.[3]
Weblinks
- Foto
- Mitteilung des Tagesspiegels
- Bernd Matthies: Gerd Appenzeller wird 80, auf tagesspiegel.de (8. Juli 2023)
- Artikel von Gerd Appenzeller in der Wochenzeitung Die Zeit (2008–2018)