Gerhard Aengeneyndt
deutscher Lehrer und Offizier, Historiker und Verleger (geboren 1892)
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Leben
Gerhard Aengeneyndt war Sohn des hannoverschen Stadtbaurats Aengeneyndt. Nach seinem Abschluss 1910 am Ratsgymnasium studierte er von 1910 bis 1914 zunächst in Tübingen, Göttingen und Berlin, unterbrach sein Studium jedoch von August 1914 bis Februar 1919 für die Teilnahme am Ersten Weltkrieg,[1] in dem er 1918 im Rang eines Leutnants verwundet wurde. Sein Lehramtsstudium beendete er anschließend mit der Promotion an der Georg-August-Universität Göttingen. Thema seiner 1920 abgelegten Dissertation war die sogenannte „Franzosenzeit“ unter der Überschrift Die Occupation des Kurfürstentums Hannover durch die Franzosen im Jahre 1803.[2]
Von 1924 bis 1944 leitete Aengeneyndt in Leipzig die Redaktion für Geschichte und Geographie beim B. G. Teubner Verlag.[2]
In der Nachkriegszeit war Aengeneyndt 1948 einer der Mitgründer des Lehrmittelverlags Offenburg, kurze Zeit später, 1950, Mitgründer, Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift Geschichte in Wissenschaft und Unterricht[2] (GWU).[3]
Schriften (Auswahl)
- Die Occupation des Kurfürstentums Hannover durch die Franzosen im Jahre 1803, philosophische Dissertation an der Universität Göttingen, Auszug in: Jahrbuch der Philosophischen Fakultät Göttingen, 1920, erster Teil, S. 35–40
- in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen
- Bd. 87 (1922), S. 1–79
- Bd. 88 (1923), S. 1–40
- in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen
- Adolf Sievert, Alfred von Seefeld, Gerhard Aengeneyndt: Geschichte des Hannoverschen Künstler-Vereins 1842–1927, Hannover: Göhmann 1928
- Die wirtschaftlich-kulturelle Bedeutung des Verlagsbuchhandels,
- Sonderdruck aus Kultur und Politik, Leipzig: Teubner 1930
- Leipzig_ B. G. Teubner, 1932
- Der Tugendbund im Hannoverschen Künstler-Verein 1890–1930, Hannover: Culemann 1930
Literatur
- Tobias Arand: „Nach wie vor steht die deutsche Geschichte im Mittelpunkt.“ Die inhaltliche und organisatorische Neuordnung des Geschichtslehrerverbands ab 1949. In: Wolfgang Hasberg, Manfred Seidenfuß (Hrsg.): Modernisierung im Umbruch. Geschichtsdidaktik und Geschichtsunterricht nach 1945. Lit, Berlin u. a. 2008, S. 217 ff.