Gerhard Buhr

deutscher Germanist und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Buhr (* 15. Oktober 1940 in Bremen; † 5. November 2021 in Heidelberg)[1] war ein deutscher Germanist und Hochschullehrer.[2]

Leben und Wirken

Gerhard Buhr studierte seit 1960 Germanistik und Anglistik an der Universität Freiburg/Br., ergänzt durch einen Studienaufenthalt an der University of Glasgow. 1967 legte er in Freiburg das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab und arbeitete dort bis 1976 als wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Seminar. 1971 promovierte er zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Friedrich Hölderlin. 1976 habilitierte er sich für Neuere Deutsche Literaturgeschichte. Von 1977 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2005 lehrte er als Wissenschaftlicher Rat und Professor an der Universität Heidelberg. Dort war er von 1995 bis 1999 Studiendekan der Neuphilologischen Fakultät. 1998 wurde er für seine Lehrveranstaltungen mit dem Landeslehrpreis Baden-Württembergs ausgezeichnet.[3]

Gerhard Buhr veröffentlichte auf dem Gebiet der Neueren Deutschen Literaturgeschichte u. a. über Friedrich Hölderlin und Paul Celan.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Prospekt einer Studienbibliothek Germanistik. Grundsätze und Themen (= Studienbibliothek Germanistik, Bd. 1). Athenäum-Verlag, Frankfurt/M. 1971.
  • Hölderlins Mythenbegriff. Eine Untersuchung zu den Fragmenten „Über Religion“ und „Das Werden im Vergehen“ (= Gegenwart der Dichtung, Bd. 2). Athenäum-Verlag, Frankfurt/M. 1972 (= Dissertation Universität Freiburg/Br.).
  • Celans Poetik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1976, ISBN 3-525-20738-7.
  • Goethe · Die Leiden des jungen Werther und der Roman des Sturm und Drang. In: Helmut Koopmann (Hrsg.): Handbuch des deutschen Romans. Schwann-Bagel, Düsseldorf 1983, S. 226–243, ISBN 3-590-02420-8.
  • Zu Hölderlins Ode „Heidelberg“. In: Klaus Manger (Hrsg.): Heidelberg im poetischen Augenblick. Die Stadt in Dichtung und bildender Kunst. v. Decker, Heidelberg 1987, S. 83–120, ISBN 3-7685-4186-X.
  • Die Reflexionen der paradoxen und absurden Metaphorik. Georg Trakls Gedicht „Geistliche Dämmerung“ (2. Fassung). In: Gerhard Buhr (Hrsg.): Das Subjekt der Dichtung. Festschrift für Gerhard Kaiser. Königshausen u. Neumann, Würzburg 1990, S. 179–208, ISBN 3-88479-426-4.
  • (Hrsg.): Paul Celan »Atemwende«. Materialien. Königshausen u. Neumann, Würzburg 1991, ISBN 3-88479-581-3.
  • Über die Daten der Briefe in Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werter“. In: Text. Kritische Beiträge, Bd. 2 (1996), S. 19–45.
  • Über den Anfang von Kleists Erzählung „Das Bettelweib von Locarno“. In: Brandenburger Kleist-Blätter, Jg. 1999, S. 9–34.
  • (mit Kirsten-Heike Pistel): Wissen und Nichtwissen. Zur Lehre in den Geisteswissenschaften (= Heidelberger Hefte für Geistes- und Sozialwissenschaft, Bd. 4). Seidler, Heidelberg 2000, ISBN 3-931382-24-9.

Einzelnachweise

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