Gerhard Burda

österreichischer Philosoph, Psychoanalytiker und Autor From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Josef Burda (* 1958 in Wien) ist ein österreichischer Philosoph, Dozent für Psychotherapiewissenschaften und Lehranalytiker.

Gerhard Burda (2016)

Leben und Wirken

Burda studierte Philosophie, Rechts- und Religionswissenschaften sowie Musik. 1995 promovierte er bei Peter Kampits zum Thema „Konstellationen. Versuche über das Andere bei C.G. Jung“ zum Dr. phil.[1] 2011 folgte eine zweite Promotion bei Thomas Stephenson mit der Dissertationsschrift: „Formate der Seele. Erkenntnistheoretische Grundlagen und ethische Implikationen der Allgemeinen Psychotherapiewissenschaft“ zum Dr. scient. pth.[2] 2019 habilitierte er sich bei Kurt Greiner zum Thema „Das Kästchen der Pandora“.[3] Burda ist ausgebildeter Psychoanalytiker und seit 1994 als Psychotherapeut in eigener Praxis in Wien tätig.[4] Weiters ist er Mitglied der Neuen Wiener Gruppe — Lacan-Schule[5] und Gründungsmitglied des internationalen Netzwerkes für Analytische Psychologie auf Dreiländerebene infap3.[6] Seit 2005 ist er Vorsitzender und Lehranalytiker der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Psychologie (ÖGAP).[7]

Burda veröffentlichte zahlreiche Schriften im Schnittraum von Philosophie, Psycho- und Medienanalyse.[7] Er beschäftigt sich mit Grundlagenforschung, Begriffs- und Ideengeschichte, Ethik, Politik sowie mit Medien- und Wissenschaftstheorie.[8]

Neben seiner beruflichen Tätigkeiten ist Burda Komponist und Bassist einer Wiener Jazzband.[9]

Publikationen (Auswahl)

  • Das Selbst der Verantwortung. Ein Beitrag zum ethischen Verständnis bei C.G. Jung. Passagen, Wien 1998, ISBN 978-3-85165-303-8.
  • Kronos‘ Welt. Depression und die Versöhnung von Trauer und Melancholie. Peter Lang, Frankfurt am Main 2005, ISBN 9783631540510.
  • Ethik. Raum, Gesetz, Begehren. Passagen, Wien 2008, ISBN 978-3-85165-850-7.
  • Religion und Differenz. Derrida – Lacan. Sonderzahl, Wien 2008, ISBN 978-3-854492-92-4.
  • Seelenpolitik. Über die Seele und andere Selbst-Differenzen. Passagen, Wien 2009 ISBN 978-3-85165-877-4.
  • Mediales Denken. Eine Phänomediologie. Passagen, Wien 2010, ISBN 978-3-85165-943-6.
  • Passagen ins Sein. Eine Ontomediologie. Passagen, Wien 2011, ISBN 978-3-85165-986-3.
  • Formate der Seele. Erkenntnistheoretische Grundlagen und ethische Implikationen der Allgemeinen Psychotherapiewissenschaft. Waxmann, Münster 2012, ISBN 978-3-8309-7646-2.
  • Self-Difference (Absolute Fragility). Post-Foundational Perspectives on Ethics in Analytical Psychology. Sigmund-Freud-Universität, Wien 2013, ISBN 978-3-902626-38-7.
  • Psychoanalyse der Erlösung. Religion, Ethik, Politik, Film. Waxmann, Münster 2016, ISBN 978-3-8309-3431-8.
  • Mediale Identität/en / libri nigri Band 68, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-368-1.
  • Pandora und die Metaphysica medialis. Psychotherapie, Wissenschaft, Philosophie. Waxmann, Münster 2019, ISBN 978-3-8309-4040-1.
  • Absolut Medial / libri nigri Band 86, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-519-7.
  • Mediamorphosen / libri nigri Band 93, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-564-7.
  • Architekturen des Heiligen / libri nigri Band 97, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-600-2.
  • Apophatische Subjekte / libri nigri Band 102, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-612-5.

Einzelnachweise

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