Gerhard Eichhorn
deutscher Grafiker und Zeichner
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Leben
Eichhorn besuchte 1942/43 und von 1945 bis 1947 die Fachschule für angewandte Kunst in Sonneberg[2] mit dem Abschluss zum Keramikmodelleur. 1950 bis 1955 absolvierte er ein Studium für Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGBK) bei Elisabeth Voigt, Heinz Eberhard Strüning und Heinz Wagner. Er hatte von 1955 bis 1958 eine Aspirantur bei Hans Mayer-Foreyt. Parallel dazu leitete er die Abendklasse Aktzeichnen. Von 1959 bis zur Schließung der Schule 1964 war er Lehrer an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig und 1966 bis 1992 Dozent an der HGBK und Leiter der Werkstatt für Radierungen und Kupferstich. Seit 1968 war er auch Leiter der Abteilung Malerei und Grafik. Ab dem Jahr 1976 war er Prorektor und ab 1978 außerordentlicher Professor.
Eichhorn war von 1955 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und von 1964 bis 1970 Vorsitzender dessen Bezirksverbands Leipzig. Er hatte in der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1958 bis 1978 von der Vierten Deutschen Kunstausstellungen bis zur VIII. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.
Ehrungen
- 1969 Verdienstmedaille der DDR
- 1987 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
Bildliche Darstellung Eichhorns
Darstellung in der bildenden Kunst
- Bernhard Heisig: Der Maler Gerhard Eichhorn (Lithografie, 75 × 55 cm, 1966)[3]
Fotografische Darstellung
- Klaus Morgenstern: Gerhard Eichhorn[4]
Werk (Auswahl)
Malerei
- Porträt Fräulein M. (Öl, 1962)[5]
- Arbeiter (Öl, 1967)[6]
- Stillleben (Öl, 1967)[7]
- Stillleben mit Kaktus (Öl, 100,5 × 80,5 cm; Museum der bildenden Künste Leipzig, Inv. 2321)
- Stillleben mit Melone (Gouache, 36,5 × 56,3 cm; Museum der bildenden Künste Leipzig, Inv. 2394)
Druckgrafik
- Aus dem Kampf der Arbeiterklasse (Zyklus von Lithografien, um 1958) u. a.[8]
- Maria Curie-Sklodowska (um 1975)[9]
Baugebundene Werke
- Tierbereich (1962, Gestaltung des Bodens eines 55-Yard-Schwimmbeckens; Industriemosaik, 11 × 11 m; technische Ausführung: VEB Bau-Union Leipzig; Leipzig, 55-Yard-Becken des Schwimmstadions Leipzig)[10.1]
- Leipzig als Musik- und Messestadt und Leipzig als Stadt des Sports (1964, zwei Raumteiler, Holzintarsie, 2,37 × 2,67 m bzw. 2,37 × 4,40 m; Entwurf mit Mayer-Foreyt, technische Ausführung Max Gottschling; Leipzig, Restaurant des Interhotels Stadt Leipzig)[10.2]
- Reichtum der Erde, der Luft und des Wassers (1965, Wandfries, Latexfarbe und Latexspachtel, 2,67 × 26,00 m; mit Mayer-Foreyt; Leipzig, Bar des Interhotels Deutschland)[10.3]
- Die Elemente (1967, künstlerische Gestaltung mehrerer Glasfenster, Glasklebetechnik, je Scheibe 0,96 × 1,30 m bzw. 0,96 × 0,40 m; Entwurf mit Mayer-Foreyt; technische Ausführung: PGH Glasgestaltung; Borna-Nord, damalige Oberschule)[10.4]
Literatur (chronologisch)
- Lothar Lang: Zu den Radierungen „Der deutsche Bauernkrieg“ von Gerhard Eichhorn. In: Bildende Kunst, Berlin, 1959, S. 129–132
- Eichhorn, Gerhard. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 451 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Günter Meißner: Eichhorn, Gerhard. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 32, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22772-8, S. 502.
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 181.