Gerhard Enver Schrömbgens
deutscher Diplomat
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Gerhard Enver Schrömbgens (* 24. November 1944 in Baden-Baden) ist ein deutscher Diplomat im Ruhestand. Er war Botschafter in Serbien, in Estland und in Saudi-Arabien.
Werdegang
Schrömbgens legte 1963 am Kolleg St. Blasien das Abitur ab. Daraufhin studierte er Rechtswissenschaft und Russisch an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er legte 1969 das erste und 1973 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1974 wurde er mit der Dissertation Die Fruchtschadensindikation zum Schwangerschaftsabbruch in Heidelberg zum Doktor der Rechte promoviert.
1973 trat Schrömbgens in den Auswärtigen Dienst ein. Er wurde von 1974 bis 1977 an der Botschaft in Dhaka und von 1977 bis 1981 an der Botschaft in Madrid verwendet. Darauf folgte von 1981 bis 1984 eine Tätigkeit in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn. Anschließend war er von 1985 bis 1987 an der Botschaft in Moskau tätig, bevor er wieder in die Zentrale ins Auswärtige Amt zurückkehrte. Zwischen 1990 und 1992 war er für eine Tätigkeit als Referatsleiter in der Politischen Abteilung des Europarats in Straßburg beurlaubt. Von 1992 bis 1996 war Schrömbgens Leiter der Botschaft in Belgrad, zunächst als Geschäftsträger ad interim und ab April 1996 als Botschafter in Serbien. Daraufhin war er von 1996 bis 1999 Referatsleiter im Auswärtigen Amt. Von 1999 bis 2002 war er Deutscher Botschafter in Estland und Leiter der Botschaft in Tallinn. Von 2002 bis 2003 war er Stellvertreter des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Paddy Ashdown. Anschließend war er von 2003 bis 2006 Deutscher Botschafter in Saudi-Arabien und Leiter der Botschaft in Riad. Zuletzt war er bis zu seiner Pensionierung Lateinamerika-Beauftragter des Auswärtigen Amts.[1]
Schrömbgens ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Weblinks
- Lebenslauf von Gerhard Enver Schrömbgens auf der Website des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina