Wikiwand AI

Gerhard Hirschmann (Historiker)

deutscher Historiker und Archivar From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Hirschmann (* 10. November 1918 in Nürnberg; † 19. Juli 1999 ebd.) war ein deutscher Historiker und Archivar.[1]

Leben und Wirken

Gerhard Hirschmann studierte nach dem Schulbesuch in Nürnberg Geschichte, Philosophie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Erlangen. Wegen seines Militärdienstes und des Einsatzes als Soldat im Zweiten Weltkrieg konnte er sein Studium erst nach dem Krieg fortsetzen und promovierte 1948 zum Dr. phil. in Erlangen. Zwischen 1949 und 1953 absolvierte er die Ausbildung für den höheren Archivdienst am Staatsarchiv Nürnberg und der Archivschule Marburg. Nach seiner Fachprüfung war er zunächst bis 1962 weiterhin im Staatsarchiv Nürnberg tätig. Im Jahre 1962 begann er seine Tätigkeit im Stadtarchiv Nürnberg, dessen Leitung er als Nachfolger von Werner Schultheiß von 1970 bis zu seiner Pensionierung 1983 innehatte. Hirschmann war Vorstandsmitglied des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg und Herausgeber von dessen Schriften. Zu seinen historischen Veröffentlichungen über Nürnberg gehören auch Quelleneditionen.

Im Jahre 1983 wurde er für seine Arbeit mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Familie Muffel im Mittelalter. Ein Beitrag zur Geschichte des Nürnberger Patriziats, seiner Entstehung und seines Besitzes. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Bd. 41 (1950), S. 257–392 (= Dissertation Universität Erlangen).
  • Eichstätt. Beilngries-Eichstaett-Greding; mit 2 Karten u. 1 Beilage (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Reihe 1, Bd. 6). Kommission fuer bayerische Landesgeschichte, München 1959.
  • (Hrsg., mit Werner Schultheiß): Stadtarchiv Nürnberg 1865–1965. Festschrift zur Hundertjahrfeier (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Nürnberg, Bd. 4). Nürnberg 1964.
  • Das Nürnberger Patriziat im Königreich Bayern 1806–1918. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung (= Nürnberger Forschungen, Bd. 16). Edelmann, Nürnberg 1971.
  • (Hrsg.): Johannes Müllner / Die Annalen der Stadt Nürnberg von 1623. Zwei Bände (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Nürnberg, Bd. 8 u. 11). Nürnberg 1972/1984.
  • (Red., mit Werner Schultheiß): Verkehrsentwicklung Nürnbergs im 19. und 20. Jahrhundert (= Nürnberger Forschungen, Bd. 17). Nürnberg 1972.
  • (Hrsg.): Satzungsbücher und Satzungen der Reichsstadt Nürnberg aus dem 14. Jahrhundert (= Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Nürnberg, Bd. 3). Nürnberg 1965/1978.
  • (Red.): Festschrift des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg zur Feier seines hundertjährigen Bestehens 1878–1978 (= Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Bd. 65). Nürnberg 1978.
  • (Hrsg.): Adalbert Küttlinger/Hermann Reuter: Nürnberg vor 125 Jahren. Die Medizinal-Topographie von 1862 (= Nürnberger Forschungen, Bd. 24). Nürnberg 1987, ISBN 3-87191-112-7.
  • (Hrsg.): Werner Schultheiß / Kleine Geschichte Nürnbergs. 2. Aufl. Spindler, Nürnberg 1987, ISBN 3-88929-069-8.
  • Aus sieben Jahrhunderten Nürnberger Stadtgeschichte. Ausgewählte Aufsätze, hrsg. von Kuno Ulshöfer (= Nürnberger Forschungen, Bd. 25). Nürnberg 1988, ISBN 3-87191-127-5.
  • (Hrsg.): Die Kirchenvisitation im Landgebiet der Reichsstadt Nürnberg 1560 und 1561. Quellenedition (= Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, Bd. 68). Degener, Neustadt a. d. Aisch 1994, ISBN 3-7686-4138-4.

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks