Gerhard Marggraff
deutscher Werbegrafiker
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Leben

Über Gerhard Marggraff ist nur wenig bekannt. Er lebte bis 1945 als Maler und Gebrauchsgraphiker in Langballigholz (Landkreis Flensburg), Berlin-Lichterfelde und danach in Kochel am See in der ehemaligen Jagdhütte des Komponisten Richard Strauss. Marggraff arbeitete als Werbegrafiker für verschiedene Unternehmen. Er war sehr vielseitig und entwarf u. a. Ausweisdokumente (z. B. Arbeitsbuch), Urkundenformulare, Plakate und Werbematerial (für Film, Theater, Fasching, Leichtathletik, Schifffahrt, Herren- und Damenkonfektion, Lederwaren, Milch, Kaffee, Lufthansa, KOH-I-NOOR und POTT-Rum) aber auch Vorlagen für Lüftlmalerei (Bauerntheater Kochel). Er schuf daneben mehrere Schriftarten, so 1939 die Marggraff-Deutsch.[1] In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt er auch Aufträge für Briefmarken (z. B. Flugzeug-Junkers). Er heiratete am 9. Juli 1942 Gerda Lahm in Chemnitz (die Tochter des Gynäkologen Lahm aus Chemnitz- die in München Kunst studiert hatte). Er wurde in Kochel a.S. begraben (auf dem Friedhof von St. Michael, wo sich auch das Grab von Franz und Maria Marc befindet). Das Grab wurde aufgelassen und der Grabstein ist verschollen.
Marggraff stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.[2]
Literatur
- Eberhard Hölscher: Gerhard Marggraff, in: Gebrauchsgraphik, Bd. 15 (1938), 10, S. 2–16