Gerhard Pulverer
österreichischer Hygieniker und Hochschullehrer
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Gerhard Pulverer (* 4. März 1930 in Klagenfurt;[1] † 3. Juni 2026[2]) war ein österreichischer Mediziner, Hygieniker und Hochschullehrer.
Werdegang
Gerhard Pulverer studierte an der Universität Wien Humanmedizin mit Promotion 1954. Es folgten Stipendienaufenthalte am Pariser Pasteur-Institut und an der Universität zu Köln, wo er sich 1964 mit einer Arbeit über pathogene Staphylokokken habilitíerte. Er übernahm 1969 die Leitung des dortigen Hygiene-Instituts und den Lehrstuhl für Hygiene und Bakteriologie. Im Studienjahr 1974/1975 amtierte er als Dekan der Medizinischen Fakultät.
Sein Forschungsgebiet waren insbesondere die Bakteriengattung der Staphylokokken und die von ihnen verursachten Infektionen nach dem Einsatz von Implantaten. Weiterhin untersuchte er die Wirkung von Extrakten aus Bakterien zur Verbesserung der Immunantwort.
Er war Mitherausgeber des Standardwerkes „Medizinische Mikrobiologie“. Für die Zeitschrift Zentralblatt für Bakteriologie wirkte er langjährig als Schriftleiter und Herausgeber. Von 1985 bis 2001 gehörte er dem Expert Advisory Panel der Weltgesundheitsorganisation an. Zudem war er Mitglied der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des damaligen Bundesgesundheitsamtes.
Ehrungen
- 1988: Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
- 1997: Ferdinand-Cohn-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)
- Werner-Heisenberg-Medaille der Humboldt-Stiftung
- Ehrendoktor der Universität Krakau
- Verdienstorden der Republik Polen