Gerhard Rücker

Deutscher Pharmazeut und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Rücker (* 30. Juni 1931; † 5. Mai 2019 in Bonn) war ein deutscher Pharmazeut und Hochschullehrer. Er war von 1979 bis 1996 Lehrstuhlinhaber für Pharmazeutische Chemie an der Universität Bonn.

Leben

Gerhard Rücker studierte zunächst Chemie an der Freien Universität Berlin und anschließend Pharmazie in Münster. Dort wurde er 1962 bei Karl Ernst Schulte mit der Arbeit Einige neue Inhaltsstoffe der Wurzel von Arnica montana zum Dr. rer. nat. promoviert.[1] 1968 folgte in derselben Arbeitsgruppe die Habilitation mit einer Monographie zum Nardosinon, einem Inhaltsstoff aus der Indischen Narde, welche in der traditionellen asiatischen Medizin zur Anwendung kommt.[2][3]

1971 wurde Rücker in Münster zum wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt.[4] 1979 folgte er dem Ruf nach Bonn auf den Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie als Nachfolger von Felix Zymalkowski. Gerhard Rücker leitete das Institut für Pharmazeutische Chemie am Kreuzbergweg[5] bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1996.[6] Zu seiner Nachfolgerin wurde Christa E. Müller aus Würzburg berufen.[4]

Würdigung

Rücker galt als Kapazität auf dem Gebiet der Chemie von Naturstoffen aus Arzneipflanzen. Schwerpunkte waren unter anderem Substanzen, die als mögliche Arzneistoffe zur Behandlung der Malaria in Frage kamen. Darüber hinaus galt sein wissenschaftliches Interesse der pharmazeutischen Analytik. Ab 1991 war er Herausgeber des 9-bändigen Kommentars zum Arzneibuch.[7] Die von ihm geschriebenen Lehrbücher gehören zu den pharmazeutischen Standardwerken. Gerhard Rücker war wegen seiner Fachkompetenz und seiner sympathischen Persönlichkeit bei Studierenden und im Kollegenkreis hoch angesehen.[8]

Einzelnachweise

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