Gerhard Schultze-Seehof
deutscher Maler und Bildhauer
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Leben und Werk
Gerhard Schultze-Seehof studierte und lehrte als Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK).
Im damaligen Bezirk Wedding auf dem Max-Josef-Metzger-Platz (damals noch Courbièreplatz) wurde am 20. Juni 1954 eine etwa elf Meter hohe Betonsäule enthüllt.[1] Das als Trümmersäule oder auch Trümmerstele bekannte Werk befindet sich in der Grünanlage in der Platzmitte.[1][2] Auf der Bodenplatte stehen vor den vier Seiten der Stele in Mosaiktechnik die Begriffe „Zerstörung, Aufbau, Sklaverei, Demokratie.“[2] Die mehrfarbigen Mosaikbilder auf den vier Seiten der Säule zeigen vor einem Hintergrund aus hellen und dunklen Flächen schematisch menschliche Figuren, deren Umrisse dunkel umrandet sind. Die Darstellung zeigt die Umsetzung der vier Begriffe.
In Berlin sind einige der Werke von Schultze-Seehof aus den 1950er Jahren zu kleinen Wahrzeichen geworden. Die Wahl der Mosaiktechnik beschreibt die Nachkriegserfahrung, den Wiederaufbau aus Trümmern bewerkstelligen zu müssen.
Werke
- Asymmetrische Vase aus Trümmern der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm (1957).
- Etwa elf Meter hohe Trümmersäule aus 40.000 Mosaiksteinen auf dem Max-Josef-Metzger-Platz im Wedding (1954).
- Borsigbogen an der Greenwichpromenade in Tegel (1956).
- Mosaikglobus in der Anna-Lindh-Grundschule im Wedding (1960)
- Pavillon mit Sternenglaskuppel im Volkspark Humboldthain (1963)
- Brunnenplastik in Alt-Tempelhof (1971)
- Portaldach der Feuerwache Kreuzberg (1978)
- Asymmetrische Vase aus Trümmern der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
- Trümmersäule auf dem Max-Josef-Metzger-Platz
- Borsigbogen an der Greenwichpromenade
- Brunnenplastik in Alt-Tempelhof
- Ostseebrunnen, vor dem Rathaus Reinickendorf
- Teil der Bodenplatte der Trümmersäule
Literatur
- Gerhard Schultze-Seehof: Wasser, Wind und Bäume. 12 Zeichnungen. 1955
Weblinks
- Werke im öffentlichen Raum in Berlin bei Bildhauerei in Berlin
- Verschiedene Informationen bei seenthis
