Gerhard Trommer
deutscher Professor für Biologie, Künstler
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Gerhard Trommer (* 8. Mai 1941 in Weißenfels) ist ein deutscher Biologe, Didaktiker und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung 1961 in Osterrode/Harz studierte Gerhard Trommer bis 1964 Kunsterziehung und Biologie an der Pädagogischen Hochschule Hannover. Die beiden Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen legte er 1964 und 1966 ab, gefolgt 1968 von der Realschullehrerprüfung. Nach einigen Jahren im Schuldienst studierte er dann von 1970 bis 1973 Biologie an der Technischen Universität Braunschweig und schloss dieses Studium 1973 mit der Prüfung als Diplom-Biologe ab. Von 1971 bis 1974 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Biologie und ihre Didaktik der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen (Abt. Braunschweig) und anschließend Akademischer Rat bzw. Oberrat. 1978 promovierte er dort zum Dr. phil. bei Gerhard Reichart mit einer Dissertation über die „Entwicklung des Lehrgangs Störung des ökologischen Gleichgewichts auf der reformierten gymnasialen Oberstufe“.[2] 1988 habilitierte er sich an der Universität Hannover und arbeitete dann als Hochschullehrer an der Technischen Universität Braunschweig. Im Jahre 1995 übernahm er eine Professur an der Universität Frankfurt/M. für Didaktik der Biologie und landschaftsbezogene Umweltbildung. 2005 trat er in den Ruhestand.
Gerhard Trommer beschäftigt sich in seinen Veröffentlichungen vor allem mit der Didaktik der Ökologie, dem Naturschutz und der Wildnispädagogik.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (Hrsg., mit Klaus Wenk): Leben in Ökosystemen. Westermann, Braunschweig 1978, ISBN 3-14-167155-9.
- (Hrsg., mit Wolfgang Riedel): Didaktik der Ökologie. Aulis-Verlag Deubner, Köln 1981, ISBN 3-7614-0597-9.
- (Bearb.): Ökologie. Lehrerausgabe. Aulis-Verlag Deubner, Köln 1983, ISBN 3-7614-0596-0.
- (Hrsg., mit Wolfgang Riedel): Friedrich Junge / Der Dorfteich als Lebensgemeinschaft. Lühr & Dircks, Sankt Peter-Ording 1985, ISBN 3-921416-34-5 (Nachdruck der 3. Aufl. 1907).
- Natur im Kopf. Die Geschichte ökologisch bedeutsamer Naturvorstellungen in deutschen Bildungskonzepten. Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1990, ISBN 3-89271-219-0 (= Habilitationsschrift Universität Hannover).
- (Hrsg.): Natur wahrnehmen mit der Rucksackschule. Westermann, Braunschweig 1991, ISBN 3-14-162005-9.
- Wildnis – die pädagogische Herausforderung. Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1992, ISBN 3-89271-352-9.
- (mit Reimund Noack): Die Natur in der Umweltbildung. Perspektiven für Großschutzgebiete. Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1997, ISBN 3-89271-735-4.
- (Hrsg.): Naturbildung und Naturakzeptanz (= Frankfurter Beiträge zur biologischen Bildung, Bd. 2). Shaker, Aachen 2000, ISBN 3-8265-7502-4.
- Schön wild! Warum wir und unsere Kinder Natur und Wildnis brauchen. Oekom Verlag, München 2012, ISBN 978-3-86581-295-7.
- Durch Wildnis – Freigefühl mit Rucksack. In: Berthold Langenhorst u.a (Hrsg.): Wildnisbildung. Neue Perspektiven für Großschutzgebiete. Oekom Verlag, München 2014, S. 13–57, ISBN 978-3-86581-490-6.
- Naturschutz und Umweltbildung. In: Norbert Jung u. a. (Hrsg.): Natur, Emotion, Bildung – vergessene Leidenschaft? Budrich UniPress, Opladen 2015, S. 99–112, ISBN 978-3-86388-083-5.
- Das Bukolische und das Wilde. Anmerkungen zum Tagebuch Wilhelm Lehmanns 1927–1932 und zu einer Auswahl aud dem American Nature Writing. In: Wolfgang Menzel (Hrsg.): Metamorphosen des Überläufers. Husum Verlag, Husum 2018, S. 59–77, ISBN 978-3-89876-913-6.
- Niemandland. Leibhaftig, einsam, fern und wild – Naturerfahrungen zwischen Metropole und Wildnis. NATUR & TEXT, Rangsdorf 2019, ISBN 978-3-942062-37-4.
- Der Wilde Rest. In: Wolfgang Riedel (Hrsg.): Zwischen Wildnis und Energielandschaft. Fallstudien zum Landschaftswandel heute. Husum Druck u. Verlagsgesellschaft, Husum 2023, S. 195–218, ISBN 978-3-96717-102-0.