German Hafner

deutscher Klassischer Archäologe From Wikipedia, the free encyclopedia

German Hafner (* 3. März 1911 in Wilhelmshaven; † 21. März 2008 in Mainz[1]) war ein deutscher Klassischer Archäologe.

German Hafner studierte in Berlin, Wien und Heidelberg Klassische Archäologie, Vorgeschichte und Kunstgeschichte und wurde 1938 bei Arnold von Salis in Heidelberg mit einer Dissertation über Viergespanne in Vorderansicht zum Dr. phil. promoviert. Anschließend bearbeitete er die Bände des Corpus Vasorum Antiquorum für das Badische Landesmuseum Karlsruhe. Nach dem Kriegsdienst (1940–1945) war er wissenschaftlicher Assistent am neugegründeten Institut für Klassische Archäologie an der Universität Mainz, wo er sich 1951 habilitierte und Privatdozent wurde. 1957 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt, 1963 zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an der Universität Mainz. 1976 wurde er pensioniert. Er wohnte in Mainz-Bretzenheim und war verheiratet. Seine Forschungsarbeiten, die die unter anderem etruskische und römische Kunst umfassten, setzte er bis kurz vor seinem Tod fort. Er war Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). German Hafner beschäftigte sich mit dem Gesamtgebiet der antiken Kunst, besonders mit Porträt- und Idealplastik.

Schriften

  • Viergespanne in Vorderansicht. Berlin 1938.
  • Corpus Vasorum Antiquorum. Band 7–8: Deutschland. Karlsruhe 1951–1952.
  • Späthellenistische Bildnisplastik. Berlin 1954.
  • Zum Epheben Westmacott. Heidelberg 1955.
  • Judicium Orestis. 1958.
  • Geschichte der griechischen Kunst. 1961.
  • Ein Apollon-Kopf in Frankfurt und die Niobidengruppe des 5. Jahrhunderts. Baden-Baden 1962.
  • Das Bildnis des Quintus Ennius. Baden-Baden 1968.
  • Kreta und Hellas. Baden-Baden 1968, erschienen auch in englischer, französischer, italienischer und slowenischer Sprache.
  • Athen und Rom. Baden-Baden 1969, erscheinen auch in englischer, französischer, italienischer, niederländischer, slowenischer und serbokroatischer Sprache.
  • Sternstunden der Archäologen. 1978.
  • Tatort Antike. 1979.
  • Prominente der Antike. 1981.
  • Als Kunst Geschichte machte. 1983.
  • Polyklets Doryphoros. Frankfurt am Main 1997.
  • Cassiodor. Stuttgart 2002.

Literatur

  • Hafner, German. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 440.

Einzelnachweise

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