Gernebach

linker Zufluss der Lippe westlich des Dorfes Ahsen im Kreis Recklinghausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gernebach ist ein etwas über 412 Kilometer langer und linker Zufluss der Lippe westlich des Dorfes Ahsen im Kreis Recklinghausen. Er ist namengebend für das Naturschutzgebiet Gernebachtal.

Schnelle Fakten
Gernebach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 278796
Lage Deutschland

Ruhrgebiet

Flusssystem Rhein
Abfluss über Lippe Rhein Nordsee
Quelle in der Haard
51° 41′ 14″ N,  15′ 2″ O
Quellhöhe ca. 63 m ü. NHN
Mündung bei Ostleven in die Lippe
51° 42′ 41″ N,  17′ 52″ O
Mündungshöhe 37 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 26 m
Sohlgefälle ca. 5,7 
Länge 4,6 km[1]
Einzugsgebiet 8,654 km²[1]
Abfluss[2]
AEo: 8,65 km²
an der Mündung
MQ
Mq
64,6 l/s
7,5 l/(s km²)
Schließen

Verlauf

Der Gernebach entspringt in der Haard, etwa 1 km westlich des Jammertals, und bildet ein anfangs schmales Tal.[3] Er verläuft in nordöstlicher Richtung. Den Wesel-Datteln-Kanal unterquert der Gernebach in einem Düker. Nach rund 5 km mündet er bei der Bauerschaft Ostleven in die Lippe. Vor seiner Mündung trieb er in Leven eine – nicht mehr bestehende – Wassermühle an.[4]

Geschichte

Von 1903 bis 1910 ließ der Freiherr von Twickel am Mittellauf des Gernebaches die ausgedehnten, 70 ha großen „Ahsener Fischteiche“ anlegen,[5] die in denen er vor allem Karpfen züchten ließ.[6] Dazu kaufte er das Gernebachtal auf einer Länge von 2,5 km auf.[7]

Infolge des Grundwasserentzuges zunächst durch eine nahegelegene Sandgrube und die folgende Grundwasserentnahme durch die Schachtanlage An der Haard 1 verringerte sich die Quellschüttung, die 30 Liter/Sekunde betragen hatte, seit den 1960er Jahren stetig,[8] sodass seit den 1980er Jahren Teile des Bachbettes immer wieder trockenfallen und das Wasser dort nur noch unterirdisch fließt. Die Ahsener Fischteiche – zeitweise waren bis zu 72 Teiche bewirtschaftet worden – mussten daraufhin Anfang der 1980er Jahre aufgegeben werden.

Literatur

  • Klaus Nigge: Nährstoffarme Feuchtgebiete im Südwesten der Westfälischen Bucht. Vegetation und Naturschutzsituation. In: Abhandlungen aus dem Westfälischen Provinzial-Museum für Naturkunde, Jg. 50 (1988), Heft 2, S. 3–90, hier S. 19–24: Gernebachtal.

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI