Gertrud Reimer

deutsche Kirchenmusikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Gertrud Reimer (* 7. Februar 1895 in Ehrang; † 21. April 1971 in Ottweiler) war eine deutsche Kirchenmusikerin.

Leben

Gertrud Reimer studierte von 1915 bis 1919 Klavier an der Musikhochschule Köln und machte ihr Examen bei Meta Förster. In den 1920ern unterrichtete sie am Saarbrücker Konservatorium der Musik von Ferdinand Krome. 1929 erlebte sie Albert Schweitzer in der Ludwigskirche. Ab 1931 wirkte sie in Malstatt. Zudem spielte sie mit damaligen Größen wie Komponist Hans Skohoutil, Bratschist Günther Lemmen und Violinistin Getrud Strauss-Höfer. Zwischenzeitlich studierte sie in Berlin-Spandau Orgel und machte ihr A-Examen bei Hermann Keller in Stuttgart.[1.1]

In Malstatt gab sie Orgelkonzerte und übernahm während des Zweiten Weltkriegs die Stelle des Organisten in Völklingen. 1948 kehrte sie nach Malstatt zurück. Zusammen mit Kirchenmusikdirektor Karl Rahner machte sie sich verdient um die evangelische Kirchenmusik im Saarland. Am 6. Mai 1949 organisierte sie mit ihm zusammen die Erste Kirchenmusik der Kirchenmusiktage in der Notkirche am Schlossplatz sowie am 7. Mai die Fortsetzung in der Stiftkirche St. Arnual. Am 8. Mai folgte die Dritte Kirchenmusik in der Johanneskirche sowie den Abschluss am 9. Mai. Dabei handelte es sich um den künstlerischen Höhepunkt ihres Schaffens im Saarland.[1.2][2] Sie wirkte anschließend weiter im Umfeld von Karl Rahner und spielte zahlreiche Konzerte mit der Evangelischen Chorgemeinschaft an der Saar.[2]

Im Anschluss war sie weiterhin als Kirchenmusikerin aktiv. Am 12. Januar 1960 wurde sie zur Kantorin ernannt und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung am 31. Dezember 1964 in dieser Position.[1.2]

Sie starb am 21. April 1971 in einem Seniorenheim in Ottweiler nach längerer Krankheit.[1.2]

Literatur

  • Joachim Conrad: Gertrud Reimer. In: Joachim Conrad und Rieke Eulenstein (Hrsg.): Evangelische Frauen an Saar und Blies 1815–2015: ihr Leben und Wirken in ausgewählten Portraits (= 450 Jahre Reformation an der Saar). 1. Auflage. Teil 1. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2025, ISBN 978-3-949983-34-4, S. 7578.

Einzelnachweise

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