Geryonidae
Familie der Ordnung Zehnfußkrebse (Decapoda)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Geryonidae sind eine Familie der Krabben mit 39 Arten. Sie bewohnen freilebend die Tiefsee.[1]
| Geryonidae | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Chaceon affinis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Geryonidae | ||||||||||||
| Colosi, 1923 |
Merkmale
Der Carapax ist etwa sechseckig und breiter als lang. Die Rückenfläche ist glatt oder mäßig gekörnt, die Regionen sind variabel unterscheidbar. Die Epibranchialregion kann einen Kamm aus Körnern aufweisen, der übrige Carapax ist frei von Leisten. Der Stirnrand hat eine gerade Anzahl von Zähnen oder Lappen, mittig ist ein Einschnitt vorhanden. Der obere Augenhöhlenrand hat undeutliche Spalten, der untere ist bis zum äußeren Orbitallappen glatt oder gezahnt, aber ohne Fissuren oder Kerben. Der vordere Seitenrand trägt drei bis fünf Zähne und ist kürzer als der hintere. Das basale Antennenglied ist frei oder fixiert und deutlich länger als breit.[1]
Die Scherenbeine sind kürzer als die anderen Schreitbeine, die Scheren (Chelae) ungleich groß, am Carpus ist oft ein äußerer Dorn ausgebildet. Die Hand ist gerippt oder undeutlich, aber ohne Dornen und mit einem Knopf nahe der Verbindung mit dem Carpus. Die größere Schere hat massive Mahlzähne. Die Meri der Schreitbeine (P2-5) haben rückenseitig distal Lappen oder Dornen. Das letzte Schreitbein liegt rückenseitig und ist entweder nicht modifiziert oder mit einem lanzettförmigen Finger mit deutlichem distalen Dorn und einem abgeflachten Propodus.[1]
Die Nähte des Sternums sind zwischen vierten und fünften Sterniten (4/5) und 5/6 meist unvollständig, die zwischen 6/7 und 7/8 vollständig oder nahezu vollständig. Die Nähte zwischen Sterniten und Episterniten sind teilweise unvollständig. Das Pleon hat bei beiden Geschlechtern sechs Somiten, daran schließt sich das Telson an. Der dritte Somit ist meist der breiteste. Die Somiten 3 bis 5 haben bei Männchen zwar Nähte, sind aber unbeweglich. Das erste Gonopodium ist kräftig, das letzte Drittel ist eingeschnürt und verjüngt sich an der Spitze. Das zweite Gonopodium ist dünn und etwa so lang oder etwas kürzer als das erste. Die Vulva ist rundlich, häufig an das Vorderende des Sterniten verlagert und von verdickter Kutikula umringt.[1]
Systematik
Die Familie enthält zwei Unterfamilien mit fünf Gattungen sowie drei nicht zu einer Unterfamilie zugeordnete Gattungen:[2]
- Unterfamilie Benthochasconinae Spiridonov, Neretina & Schepetov, 2014
- Benthochascon Alcock & Anderson, 1899
- Raymanninus Ng, 2000
- Coenophthalmus A. Milne-Edwards, 1879
- Echinolatus Davie & Crosnier, 2006
- Unterfamilie Geryoninae Colosi, 1924
- Chaceon Manning & Holthuis, 1989
- Geryon Krøyer, 1837
- Zariquieyon Manning & Holthuis, 1989
- Nectocarcinus A. Milne-Edwards, 1860