Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums

mehrere Buchserien, die eine retrospektive Nationalbibliographie von 1700 bis 1980 bilden. Verzeichnet sind deutschsprachige Drucke aus aller Welt sowie im deutschen Sprachraum erschienene fremdsprachige Druckwerke. From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums (GV) sind mehrere bibliografische Buchreihen mit insgesamt 396 Bänden über die meisten deutschsprachigen Bücher, Zeitschriften, Karten und weiteres Schrifttum aus der Zeit von 1700 bis 1965 (bzw. 1980).

Inhalt

Die Reihen des Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums erfassen die meisten gedruckten deutschsprachigen Werke von 1700 bis 1965, sowie unveröffentlichte Literatur (graue Literatur und Hochschulschriften) von 1966 bis 1980.[1] Berücksichtigt sind deutsch- und fremdsprachige Veröffentlichungen von Verlagen in Deutschland (inklusive DDR), Österreich(-Ungarn) und der Schweiz, sowie deutschsprachige Schriften aus dem nichtdeutschsprachigen Raum, vor allem im östlichen Europa (Russland, Rumänien). Erfasst sind Bücher, aber auch Zeitschriftentitel, Karten, Dissertationen, Schulprogramme usw. .[2][3] Sie sind alphabetisch nach Autoren (und vereinzelt nach Sachtiteln ohne Autoren) geordnet. Die Erscheinungsjahre sind bei älteren Titeln häufig ohne 1 geschrieben, also zum Beispiel 896 für 1896.

Das Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums besteht ausschließlich aus Kopien älterer Bibliografien, ohne Ergänzungen der Herausgeber. Es ist nicht vollständig, da einige Publikationen aus kleineren Verlagen, vor allem aus kleineren Städten nicht berücksichtigt wurden.[4]

Der Verlag K. G. Saur in München ließ die Reihen durch Redaktionsgruppen zusammenstellen. Die umfassendste für den Zeitraum von 1700 bis 1910 wurde von den Lexikographen Hilmar Schnuck und Willy Gorzny geleitet. Ein Initiator und weiterer Herausgeber war Reinhard Oberschelp.[5]

Bedeutung

Das Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums gilt bis in die Gegenwart als wichtiges bibliographisches Hilfsmittel. Es bietet für die einzelnen Autoren einen Überblick über die meisten ihrer veröffentlichten Werke im jeweiligen Zeitraum.

Die bibliographischen Angaben zu den einzelnen Titeln sind inzwischen auch über Online-Kataloge (WorldCat, Bibliothekskataloge) und elektronische Datenbanken (VD 18) zugänglich, aber nicht immer vollständig systematisiert. Für einige Titel, z. B. einzelne Bände von Zeitschriften oder Sammelwerken, finden sich besonders detaillierte Angaben im Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums. Einige der Bände sind digital (über Google Books) zugänglich.

Bände

Alle Bände erschienen im Verlag K. G. Saur in München.

  • Hilmar Schmuck, Willy Gorzny (Hrsg.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910 (GV 1700–1910), 161 Bände, 1979ff.[6]
  • Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1911–1965 (GV 1911–1965), 150 Bände
  • Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums außerhalb des Buchhandels (GVB 1966–1980), 40 Bände, 1988–1991
  • GVH 1966–1980: Gesamtverzeichnis deutschsprachiger Hochschulschriften 1966–1980 (GVH 1966–1980), 45 Bände, 1984–1991

Einzelnachweise

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