Gesellschaft für Klima und Demokratie
deutscher Verein mit Sitz in Berlin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V. ist ein gemeinnütziger deutscher Verein mit Sitz in Berlin. Bis Juli 2025 hieß der Verein „BürgerBegehren Klimaschutz“. Ziel des Vereins ist Umwelt- und Klimaschutz durch demokratische Verfahren zu bewirken. Dazu unterstützt der Verein Bürgerbegehren in Deutschland und bietet Klimaschutz-Initiativen kostenfreie Beratung an. Zusätzlich engagiert sich Gesellschaft für Klima und Demokratie dafür demokratische Teilhabe auszuweiten und die Finanzierung von kommunalen Klimaschutz langfristig zu sichern.[1]
| Gesellschaft für Klima und Demokratie | |
|---|---|
| Rechtsform | gemeinnütziger Verein |
| Gründung | 3. März 2008 |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Klimaschutz durch demokratische Verfahren |
| Vorsitz | Christine Kühnel, Katja Treichel-Grass, Percy Vogel |
| Geschäftsführung | Michaela Zimmermann und Kai Simmerl |
| Website | https://klima-und-demokratie.de/ |
In der Vergangenheit war der Verein als Mitglied des Berliner Energietisches maßgeblich an der Organisation des gescheiterten Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung 2013 beteiligt.[2][3][4] Im Jahr 2019 wurde in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München e.V. und Mehr Demokratie e.V. das Handbuch „Klimawende von unten – Wie wir durch direkte Demokratie die Klimapolitik in die Hand nehmen“ erstellt.[5]
Im Jahr 2021 war der Verein am Bürgerrat Klima beteiligt.[6] Im Gutachten des Bürgerrats sind 10 Leitsätze für die Transformation und 77 Empfehlungen in vier Handlungsfeldern enthalten.[7]
Vor der Bundestagswahl 2025 initiierte der Verein die Kampagne und Petition „Klimaschutz ins Grundgesetz – für zukunftsfähige Kommunen“ und forderte darin eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Artikel 91a Abs. 1 Grundgesetz.[8] Im Koalitionsvertrag der 21. Wahlperiode des Bundestages ist ein Prüfauftrag für Naturschutz und Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe festgehalten.[9]
In Zusammenarbeit mit Mehr Demokratie e.V. organisiert Gesellschaft für Klima und Demokratie in vier Kommunen (Osterburg,[10] Bezirk Marzahn-Hellersdorf,[11][12] Pinneberg,[13] Flensburg[14]) Bürgerräte zu Hitzeschutz, Mobilität und Klimaschutz.[15] Über die in Bürgerräten erarbeiteten Empfehlungen wird teilweise in Ratsreferenden abgestimmt und so deliberative und direkte Demokratie miteinander verbunden.[16] Das Modellprojekt „Klima trifft Kommune“ wurde 2025 vom Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Re:Form mit dem „Bewährt vor Ort“-Siegel ausgezeichnet.[17]