Giambattista Rubini
katholischer Priester, Republik Venedig
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Giambattista Rubini (* 5. Juni 1642 in Venedig, Republik Venedig; † 17. Februar 1707 in Rom) war ein italienischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche und Bischof von Vicenza.

Leben
Giambattista Rubini war der Zweitgeborene von Donato Rubini und Cristina Medici. Die Familie Rubini war eine bürgerliche Familie bergamaskischer Herkunft, die jedoch 1646 den Patrizierstatus erwarb.[1]
Den entscheidenden Antrieb für seine kirchliche Laufbahn verdankte er der Verwandtschaft mit den Ottoboni: Seine Großmutter väterlicherseits war Cristina Ottoboni, Schwester von Pietro Ottoboni, der 1689 als Papst Alexander VIII. den Heiligen Stuhl bestieg. Bereits um 1660 war er in Brescia im Gefolge seines Onkels, der damals Bischof jener Diözese war.[1]
1662 erwarb er den Doktorgrad in utroque iure an der Universität Padua und wurde anschließend Domkanoniker in Padua. Später setzte er seine Karriere in der Römischen Kurie fort, im Wesentlichen auf demselben Weg wie Ottoboni, der ihm weiterhin seinen Schutz gewährte. Als Referendar beider Signaturen war er Gouverneur verschiedener Städte (Spoleto, Fabriano, Frosinone, Viterbo, Macerata) und Provinzen. Am 10. September 1683 empfing er die niederen Weihen, am 12. September das Subdiakonat und am 19. September das Diakonat. Am 21. September 1683 wurde er zum Priester geweiht.[1]
Am 15. Mai 1684 zum Bischof von Vicenza ernannt, empfing er am 21. Mai desselben Jahres in Rom durch Kardinal Alessandro Crescenzi die Bischofsweihe.
Nachdem sein Onkel Papst geworden war, ernannte ihn dieser im Oktober 1689 zum Kardinalstaatssekretär, ein Amt, das er bis 1691 innehatte. Im Konsistorium vom 13. Februar 1690 wurde er zum Kardinalpriester kreiert und erhielt die Titelkirche San Lorenzo in Panisperna. Von 1690 bis 1693 war er Apostolischer Legat in Urbino. Er nahm am Konklave 1700 teil, aus dem Papst Clemens XI. hervorging. Von 1703 bis 1704 war er Kämmerer des Heiligen Kardinalskollegiums. 1706 optierte er auf den Titel von San Marco.
Er starb am 17. Februar 1707 um 23 Uhr im Palazzo della Cancelleria in Rom. Sein Leichnam wurde in seiner Titelkirche aufgebahrt, wo am 19. Februar die Trauerfeier stattfand; dort wurde er gegenüber der Kapelle des Allerheiligsten Sakraments beigesetzt.
Literatur
- Renata Ago: Carriere e clientele nella Roma barocca. Laterza, Rom/Bari 1990.
- Antonio Menniti Ippolito: Rubini, Giovanni Battista. In: Raffaele Romanelli (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 89: Rovereto–Salvemini. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2017.
Weblinks
- Eintrag zu Giambattista Rubini auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Giambattista Rubini auf gcatholic.org (englisch)
- Giambattista Rubini. In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church. (Website der Florida International University, englisch)