Gianclaudio Bressa
italienischer Politiker
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Gianclaudio Bressa (* 16. Januar 1956 in Belluno; † 18. Mai 2026 in Florenz) war ein italienischer Politiker.

Biographie
Beruflich war Bressa als Unternehmensberater tätig. 1988 wurde er für die Democrazia Cristiana (DC) in den Gemeinderat seiner Heimatstadt Belluno gewählt, von 1990 bis 1993 amtierte er als Bürgermeister. Als Mitglied des Partito Popolare Italiano (PPI) wurde er in Venetien 1996 erstmals in die Abgeordnetenkammer des italienischen Parlaments gewählt, wo er der Fraktion des Ulivo angehörte. 2001 trat er als gemeinsamer Kandidat des Ulivo und der Südtiroler Volkspartei im Einerwahlkreis Bozen für die Abgeordnetenkammer an, in dem er sich gegen Franco Frattini durchsetzte. 2002 vollzog er die Fusion des PPI mit zwei weiteren Parteien zu Democrazia è Libertà – La Margherita mit, die 2007 im Partito Democratico (PD) aufging. 2006, 2008 und 2013 gelang ihm im Mehrpersonenwahlkreis Trentino-Südtirol jeweils die Wiederwahl. Bei den Parlamentswahlen 2018 zog er mit 43 % der Stimmen im Einerwahlkreis Bozen in den Senat ein.[1] Bei den Parlamentswahlen 2022 stellte er sich nicht erneut der Wahl und zog sich aus der aktiven Politik zurück.
Im Laufe seiner politischen Karriere war Bressa mehrmals Mitglied italienischer Regierungen. Von 1998 bis 1999 und von 2000 bis 2001 fungierte er in den Kabinetten D’Alema I und Amato II als Staatssekretär für öffentliche Dienste und regionale Angelegenheiten. Von 2014 bis 2018 diente er erneut in den Kabinetten Renzi und Gentiloni als Staatssekretär für regionale Angelegenheiten. Daneben war Bressa, der zeitweise in der Siedlung Karersee in der Gemeinde Welschnofen seinen Hauptwohnsitz hatte, langjähriges Mitglied der sogenannten Sechser- und Zwölferkommission, die Durchführungsbestimmungen zur Weiterentwicklung der Autonomie Südtirols ausarbeiten. 2013 wurde er mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol ausgezeichnet.
Er starb am 18. Mai 2026[2] in Florenz im Alter von 70 Jahren.[3]
Literatur
- Ex-Senator Gianclaudio Bressa gestorben. In Dolomiten, 19. Mai 2026, S. 13.
Weblinks
- Gianclaudio Bressa im Portale Storico der Abgeordnetenkammer