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Gilberto Rodríguez (Biologe)

venezolanischer Karzinologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Gilberto Rodríguez, vollständiger Name Gilberto Domingo Rodriguez Ramirez, (geb. 12. Mai 1929; gest. 16. Mai 2004 in Caracas) war ein venezolanischer Biologe und Ökologe, der sich vor allem mit Krebstieren beschäftigte.[1]

Gilberto Rodríguez (2003)

Leben

Rodríguez’ Interesse an Naturwissenschaften wurde bereits während seiner Schulbildung durch Jesuiten geweckt. 1955 erwarb er einen Licenciado en Ciencias ‚Lizenziat der Wissenschaften‘ an der Universidad Central de Venezuela (UCV) und beschäftigte sich zunächst mit botanischer Systematik. Mit einem Stipendium der Venezuelan Association for the Advancement of Science ging er im gleichen Jahr für ein Master-Studium an die Universität Miami in den Vereinigten Staaten. Im Auftrag der Manning-University of Miami nahm er als Student an einer Südpazifik-Expedition nach Chile teil. 1959 erwarb er den Master of Science in Meeresbiologie mit der Arbeit The marine communities of Venezuela. Anschließend reiste er nach England und Dänemark, wo er als Gastwissenschaftler an verschiedenen Einrichtungen tätig war.[1]

1959 kehrte er nach Venezuela zurück und gründete mit Professor Pedro Roa das Oceanographic Institute an der Universidad de Oriente in Cumaná und wurde als Direktor des Instituts berufen. Diese Position hatte er bis 1960 inne, dann wurde er an das neu geschaffene Venezuelan Institute for Scientific Research (IVIC) nahe Caracas berufen, wo er abwechselnd forschte und Meeresbiologie unterrichtete. 1968 begann er eine Forschungstätigkeit an der University of Wales und erwarb hier 1970 einen Ph.D. mit der Arbeit Behavioural rhythms in littoral prawns.[1]

Bis Mitte der 1960er Jahre beschäftigte sich Rodríguez vor allem mit Ozeanographie, Hydrobiologie und Ökologie des Gebiets um den Maracaibo-See und des Golfs von Venezuela. Dabei konzentrierte er sich zunehmend auf Zehnfußkrebse, über deren venezolanische Vertreter er 1980 eine Monografie verfasste. Anschließend wandte er sich nahezu ausschließlich den Süßwasserkrabben zu. Er etablierte acht neue Gattungen und beschrieb 82 neue Arten der Familien Trichodactylidae und Pseudothelphusidae und zwei Garnelenarten. Er verfasste 107 wissenschaftliche Arbeiten.[1] Nach ihm ist die Krabbengattung Rodriguezus benannt.

Rodríguez war verheiratet und hatte mit seiner Frau Selva fünf Töchter und einen Sohn.[1]

Wikispecies: Gilberto Rodríguez – Artenverzeichnis

Einzelnachweise

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