Giluwe-Bergratte
Art der Gattung Ratten (Rattus)
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Die Giluwe-Bergratte (Rattus giluwensis) hat zwei disjunkte Populationen in zentralen Gebirgen von Papua-Neuguinea. Das Typusexemplar stammt vom Vulkan Mount Giluwe. Genetische Untersuchungen zeigten, dass die Art das Schwestertaxon zu einer Gruppe ist, die aus der Gemeinen Neuguinea-Ratte, der Großen Neuguinea-Stachelratte, der Stein-Stachelratte und der Schlanken Neuguinea-Ratte besteht.[1]
| Giluwe-Bergratte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rattus giluwensis | ||||||||||||
| Hill, 1960 |
Eine einfache Beschreibung der Populationen legten Laurie und Hill schon 1954 vor. Dafür wählten sie den Artzusatz melanurus. Es stellte sich heraus, das Shamel 1940 schon einmal ein Tier mit dem Namen Rattus melanurus beschrieben hatte. So publizierte John Edwards Hill 1960 eine neue Erstbeschreibung. Das 1940 beschriebene Tier wurde später als Synonym der Whitehead-Rajah-Ratte erkannt.[2]
Merkmale
Diese kleine Art in der Gattung Ratten erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 136 bis 183 mm, eine Schwanzlänge von 84 bis 108 mm und ein Gewicht von 50 bis 60 g. Sie hat 28 bis 32 mm lange Hinterfüße und ähnelt im Aussehen etwas einer Wühlmaus. Oberseits ist weiches Fell mit langen Deckhaaren vorhanden, die am Hinterteil am häufigsten sind. Es hat eine intensive zimtbraune Farbe. Die Unterseite trägt bleicheres gelbgraues Fell, wobei die Haare an den Wurzeln dunkel- bis stahlgrau sind und an den Spitzen die gleiche Farbe wie die Oberseite haben. Die Füße sind durch dunkelbraune Haut und hellbraune Haare gekennzeichnet. Typisch für den Kopf sind Ohren mit kurzen zimtbraunen Haaren und recht kurze Vibrissen. Der braune Schwanz ist mit unscheinbaren feinen Haaren bedeckt. Am Schädel ist der Schnauzenteil (Rostrum) im Verhältnis zum Rest klein. Von den paarig angeordneten Zitzen der Weibchen befinden sich zwei auf der Brust, zwei kurz dahinter und vier im Leistenbereich.[1]
Verbreitung und Lebensweise
Die zwei Populationen bewohnen das Kaijende-Hochland im Zentrum von Papua-Neuguinea. Sie halten sich zwischen 2200 und 3650 Meter Höhe auf. Am häufigsten ist die Ratte oberhalb von 2800 Metern. Sie hält sich in moosbewachsenen Buchenwäldern und auf Bergwiesen auf. Die Giluwe-Bergratte ist nachtaktiv und gräbt Gänge zu einem Nest, das sich in Tussock-Grasbüscheln befindet. Soweit bekannt besteht die Nahrung aus Grassamen, Knospen und Blüten von Wiesenblumen.[3][1]
Weibchen hatten im Februar, März, Juni und Dezember Anzeichen von Fortpflanzungstätigkeit. Zur Reviergröße und zum sozialen Verhalten gibt es keine Angaben.[1]
Gefährdung
Gelegentlich fällt ein Exemplar freilaufenden Hunden zum Opfer. Infolge der Erderwärmung könnten Brände häufiger auftreten. In geeigneten Habitaten ist das Tier nicht selten. Die IUCN listet die Giluwe-Bergratte als nicht gefährdet (least concern).[3]