Giovanni Linscheer

surinamischer Schwimer (1972-2000) From Wikipedia, the free encyclopedia

Giovanni Rodolfo Linscheer (* 18. November 1972, Niederländisch-Guayana; † 19. März 2000, Boca Raton, Florida) war ein surinamerischer Schwimmer, der an den Olympischen Sommerspielen 1992 (Barcelona) und 1996 (Atlanta) teilnahm.

Schnelle Fakten Persönliche Informationen ...
Giovanni Linscheer
Persönliche Informationen
Name: Giovanni Rodolfo Linscheer
Nation: Suriname Suriname
Schwimmstil(e): Schmetterling, Freistil
Geburtstag: 18. November 1972
Sterbedatum: 19. März 2000
Sterbeort: Boca Raton, Florida, Vereinigte Staaten
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Linscheer hielt den nationalen Rekord über 50 m Freistil zwölf Jahre lang, bis er 2013 von Renzo Tjon-A-Joe gebrochen wurde.[1]

Sein jüngerer Bruder Enrico Linscheer vertrat Suriname ebenfalls im Schwimmen bei denselben Olympischen Spielen. Sowohl Linscheer als auch sein Bruder wurden in den Vereinigten Staaten ausgebildet, zunächst an der Bolles School in Jacksonville und anschließend an der University of Florida.[2]

Sport

Bei den Panamerikanischen Spielen 1991 in Havanna erreichte er das Finale über 100 m Schmetterling und Freistil, den beiden Disziplinen, in denen er auch auf olympischem Niveau antrat.[3][4]

Seinen ersten Olympiaauftritt hatte er 1992 in Barcelona im Alter von 19 Jahren. Über 100 Meter Freistil belegte er in seinem Vorlauf mit einer Zeit von 51,82 s den fünften Platz und erreichte damit den 37. Platz in der Gesamtwertung. Auch über 100 Meter Schmetterling wurde er 37., in seinem Vorlauf belegte er mit 56,20 s den sechsten Platz. Sein Landsmann Anthony Nesty gewann in dieser Disziplin die Bronzemedaille.[5]

Als Schwimmer der Florida Gators in den Jahren 1993/94 wurde er zum All-American gewählt, nachdem er bei den NCAA-Meisterschaften in der 4x100-Meter-Staffel einen Platz unter den ersten Acht erreicht hatte.[6] 1994 schloss er sein Ingenieurstudium an der University of Florida ab.[2]

In Atlanta 1996 nahm er an seinen zweiten Olympischen Spielen teil. Im Freistil schwamm er exakt dieselbe Zeit wie bei den vorherigen Spielen und wurde Zweiter in seinem Vorlauf und kam auf Rang 41 in der Gesamtwertung. Im Schmetterling belegte er ebenfalls den zweiten Platz in seinem Vorlauf mit einer Zeit von 56,09 s und damit den Rang 40.[7]

Späteres Leben

Linscheer arbeitete als Bauingenieur und lebte auch nach dem Ende seiner Schwimmkarriere in Florida.[2]

Im Jahr 2000 starb er bei einem Frontalzusammenstoß auf der Interstate 95 in Boca Raton.[2] Linscheer fuhr mit einem Geländewagen in falscher Richtung auf der Autobahn, ohne eingeschaltete Scheinwerfer, und kollidierte mit einem Chevrolet-Transporter.[2] Auch der Fahrer des Transporters kam ums Leben.[2] Die Ermittlungen ergaben, dass Linscheer zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert war und mit einem entzogenen Führerschein fuhr.[8]

Einzelnachweise

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