Gloydius tsushimaensis

Art der Gattung Gloydius From Wikipedia, the free encyclopedia

Gloydius tsushimaensis (japanisch ツシママムシ, Tsushima Mamushi) ist eine Vipernart der Gattung Gloydius, die zur Unterfamilie der Grubenottern (Crotalinae) gehört, die auf der japanischen Insel Tsushima verbreitet ist. Sie wird als nicht gefährdet eingestuft.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Gloydius tsushimaensis

Gloydius tsushimaensis

Systematik
ohne Rang: Toxicofera
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
Gattung: Gloydius
Art: Gloydius tsushimaensis
Wissenschaftlicher Name
Gloydius tsushimaensis
(Isogawa, Moriya & Mitsui, 1994)
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Merkmale

Gloydius tsushimaensis ist wie alle Vipern giftig. Adulte Tiere haben eine Länge von etwa 40 bis 60 Zentimetern, wobei die Weibchen etwas größer werden als die Männchen.[1][2] Die Art weist in der Regel sieben Oberlippenschilde, seltener auch sechs oder acht auf. Die Anzahl der Unterlippenschilde liegt bei zehn oder seltener auch elf. Die Bauchschuppen zählen 144 bis 153 bei Weibchen und 140 bis 151 bei Männchen mit Durchschnittswerten von 147,5 bzw. 145,3. Die Iris ist in der oberen Hälfte gelblich braun und in der unteren Hälfte braun mit gelblichen Sprenkeln. Die ovale Pupille steht vertikal und weist einen dünnen, hellen Rand auf.[2]

Der Karyotyp besteht aus 18 Chromosomenpaaren (2n = 36).[2]

Lebensweise

Gloydius tsushimaensis wird im Sommer eher nachts angetroffen, während sie den Rest des Jahres tagaktiv ist. Frösche sind die Hauptnahrung der terrestrischen Vipern. Sie ernähren sich jedoch auch von Mäusen, Eidechsen und kleinen Vögeln. Die Giftschlangenart kommt vor allem in Wäldern sowie an Reisfeldern und Wasserläufen vor. Die Paarungszeit liegt vermutlich im August bis September. Die Weibchen der viviparen Schlangen gebären im September etwa 5 Jungtiere.[3][1][2]

Verbreitungsgebiet und Gefährdung

Lage der Insel Tsushima

Gloydius tsushimaensis ist auf der japanischen Insel Tsushima endemisch, die zwischen Kyūshū und Südkorea im Japanischen Meer liegt.[4]

Die Art wird von der IUCN als nicht gefährdet („Least Concern“) eingestuft, da sie auf Tsushima häufig vorkommt. Eine mögliche Beeinträchtigung ihres Lebensraums besteht durch den Bau von Forststraßen.[3]

Systematik

Die Art wurde 1994 von Kiyoshi Isogawa, Akira Moriya und Sadaaki Mitsui unter dem Taxon Agkistrodon tsushiamensis erstbeschrieben. Die auf Tsushima verbreiteten Schlangen wurden zuvor als der Unterart Agkistrodon blomhoffii blomhoffi der Mamushi zugehörig angesehen. Das Artepitheton von Gloydius tsushimaensis leitet sich vom Verbreitungsgebiet der Art auf Tsushima ab. Es werden keine Unterarten unterschieden.[4][2]

Commons: Gloydius tsushimaensis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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