Gmina Osiecznica
Gmina in der Woiwodschaft Niederschlesien, Polen
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Die Gmina Osiecznica [] ist eine Landgemeinde im Powiat Bolesławiecki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Ihr Verwaltungssitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch: Wehrau) mit etwa 1250 Einwohnern.
| Gmina Osiecznica | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Bolesławiecki | |
| Geographische Lage: | 51° 20′ N, 15° 25′ O | |
| Höhe: | 165 m n.p.m. | |
| Einwohner: | (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 59-724 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 75 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DBL | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Autobahn A18 | |
| DW350 | ||
| DW357 | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Breslau | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Landgemeinde | |
| Gminagliederung: | 8 Schulzenämter | |
| Fläche: | 437,07 km² | |
| Einwohner: | 7284 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 0201052 | |
| Verwaltung | ||
| Wójt: | Waldemar Nalazek | |
| Adresse: | ul. Lubańska 43 59-724 Osiecznica | |
| Webpräsenz: | www.osiecznica.pl | |
Die Gemeinde ist Mitglied der Euroregion Neiße und hat etwa 7400 Einwohner.
Geographie

Die Gemeinde liegt im Nordwesten der Woiwodschaft und grenzt dort an die Woiwodschaft Lebus. Breslau liegt etwa 100 Kilometer, die Kreisstadt Bolesławiec (Bunzlau) vier Kilometer südöstlich. Nachbargemeinden sind Bolesławiec im Osten, Nowogrodziec im Süden, Węgliniec im Westen und in der Woiwodschaft Lebus Iłowa sowie Żagań im Nordwesten und Małomice sowie Szprotawa im Norden. Das Gebiet gehört zur Oberlausitz. Wichtigstes Gewässer ist die Kwisa (der Queis).
Große Teile des Gemeindegebiets sind Truppenübungsplatz, im Norden ein Teil des militärischen Ausbildungszentrums Żagań (Ośrodek Szkolenia Poligonowego Wojsk Lądowych Żagań), der ehemalige Truppenübungsplatz Neuhammer und südwestlich davon das Polygon Przejęsław. Świętoszów (Neuhammer a. Queis) ist Standort polnischer und amerikanischer Einheiten.
Geschichte
Die Landgemeinde wurde 1973 aus Gromadas wieder gebildet. Ihr Gebiet kam 1975 von der Woiwodschaft Breslau zur Woiwodschaft Jelenia Góra, der Powiat wurde aufgelöst. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zur Woiwodschaft Niederschlesien und zum wieder errichteten Powiat Bolesławiecki.
Politik
Gemeindevorsteher
An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2002 ist dies Waldemar Nalazek. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:[2]
- Waldemar Nazalek (Wahlkomitee „Unsere Gemeinde Osiecznica“) 71,6 % der Stimmen
- Marcin Kołodziej (Wahlkomitee „Nationale Volksunion“) 16,0 % der Stimmen
- Mariusz Bolecki (Wahlkomitee Mariusz Bolecki) 12,3 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Nazalek erneut bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.
Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 wurde Amtsinhaber Nazalek ohne Gegenkandidaten mit 85,8 % der Simmen wiedergewählt.[3]
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einzelwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[4]
- Wahlkomitee „Unsere Gemeinde Osiecznica“ 60,6 % der Stimmen, 14 Sitze
- Wahlkomitee „Nationale Volksunion“ 15,7 % der Stimmen, kein Sitz
- Wahlkomitee Mariusz Bolecki 10,2 % der Stimmen, kein Sitz
- Koalicja Obywatelska (KO) 4,4 % der Stimmen, 1 Sitz
- Übrige 9,1 % der Stimmen, kein Sitz
Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[5]
- Wahlkomitee „Unsere Gemeinde Osiecznica“ 51,5 % der Stimmen, 9 Sitze
- Wahlkomitee „Unsere Kleine Heimat“ 22,3 % der Stimmen, 2 Sitze
- Wahlkomitee „Eine Gemeinde mit Zukunft“ 15,8 % der Stimmen, 2 Sitze
- Wahlkomitee „Bolesławieckier Land“ 7,4 % der Stimmen, 1 Sitz
- Bezpartyjni Samorządowcy (BS) 5,1 % der Stimmen, kein Sitz
- Übrige 3,1 % der Stimmen, kein Sitz
Den verbleibenden Sitz erhielt die Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL), deren Kandidat im Wahlkreis 2 ohne Gegenkandidaten in den Rat einzog.
Partnerschaften
Gemeindepartnerschaften bestehen mit Doberschau-Gaußig in Sachsen und Zlatá Olešnice (Goldenöls) in Tschechien.
Gliederung
Zur Landgemeinde Osiecznica gehören acht Schulzenämter mit den Ortschaften:
- Ławszowa (Lorenzdorf)
- Ołobok (Mühlbock)
- Osiecznica-Kliczków (Wehrau und Klitschdorf)
- Osieczów (Aschitzau)
- Parowa (Tiefenfurt)
- Przejęsław (Prinzdorf)
- Świętoszów (Neuhammer a. Queis)
- Tomisław (Thommendorf)
Kleinere Dörfer sind Bronowiec und Poświętne (Heiligensee). Weiler sind Leśny Dwór und Luboszów (Lipschau-Dohms).
Verkehr
Die Autobahn A18 quert das Gemeindegebiet von West nach Ost, die Autobahn A4 berührt den Süden des Gebiets. Durch Osiecznica verläuft die Woiwodschaftsstraße DW350, dort zweigt die DW357 nach Süden ab.
Der nächste internationale Flughafen ist Breslau.
Sehenswürdigkeiten
Die in der Denkmalliste des Narodowy Instytut Dziedzictwa (Nationalinstitut für Kulturerbe) verzeichneten Kulturdenkmale sind in der Liste der Kulturdenkmale in der Gmina Osiecznica aufgeführt.
- Schloss Kliczków (Schloss Klitschdorf)
Persönlichkeiten
- Otto Hermann Hampel (1897–1943), Arbeiter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus; geboren in Mühlbock
- Marja Młynkowa (1934–1971), sorbische Schriftstellerin und Literaturkritikerin; geboren in Thommendorf
- Edgar Rabsch (1928–1990), Organist und Komponist; geboren in Tiefenfurt
- Friedrich zu Solms-Baruth (1886–1951), deutscher Widerstandskämpfer und Standesherr; geboren auf Schloss Klitschdorf.
Weblinks
- Webpräsenz der Gemeinde (polnisch)
- Informationen zur Gemeinde (deutsch)
