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Gnjosdowo-Hort

archäologischen Hort in Russland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gnjosdowo-Hort (auch Gnezdovo) ist ein Hort mit slawischen und skandinavischen Objekten aus dem 10. Jahrhundert, gefunden 1868 in der archäologischen Stätte Gnjosdowo in der Nähe von Smolensk in Russland.

Gnjosdowo-Hort

Der Fund fand im Zuge von Grabungen in Gnjosdowo durch eine Gruppe von Archäologen der Lomonossow-Universität unter Leitung von Tamara Puschkina[1] statt; die gefundenen Gegenstände kamen 1994 von der Universität an verschiedene russische Museen, unter anderem an das Staatliche Historische Museum in Moskau.

Der herausragende Fund ist ein einzigartiger silberner Anhänger in Maskenform. Die Darstellung ähnelt der auf dem Snaptunstein aus Dänemark, der den nordischen Gott Loki darstellt. Der Gott war allgemein wenig beliebt; man benannte seine Kinder nicht nach ihm, Darstellungen sind entsprechend selten.

Daneben fand man mehrere silberne Lunnitsas, Ohrringe des Violinbogen-Typs, neben mehreren filigranen runden Anhängern einen im Jelling-Stil, eine Silberfibel mit rundem Loch in der Mitte, Knöpfe, 265 Glasperlen aus Syrien und Byzanz, acht Steinperlen (aus Bergkristall, Bernstein, Karneol), 14 Gewichte für Waagen und das Stück eines Messers. Auch 72 arabische Dirham wurden gefunden (datiert von 899 bis 951 n. Chr.),[2] von denen 38 zu Anhängern umgearbeitet worden waren.

Literatur

Eduard Mühle: Gnezdovo. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd. 12. De Gruyter, Berlin / New York 1998, S. 250–254.

Belege

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