Goldfever

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Goldfever I FRH (* 1991; † 2026) war ein Springpferd, das bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Es wurde von Ludger Beerbaum vorgestellt.

Schnelle Fakten Größte Siege, Titel und Auszeichnungen, Größte Siege ...
Goldfever I FRH
Rasse: Hannoveraner
Vater: Grosso Z
Mutter: Gundula
Mutter-Vater: Galvano
Geschlecht: Hengst
Geburtsjahr: 1991
Sterbejahr: 2026
Land: Deutschland
Farbe: Fuchs
Züchter: Sigurd Hochmuth, Meerbeck
Besitzer: Madeleine Winter-Schulze
Gewinnsumme: 2,8 Mio. Euro
Größte Siege, Titel und Auszeichnungen
Größte Siege
Sieger Riders Tour 2002
Deutscher Meister Springreiten 2000 und 2001
Mannschaftsolympiasieger 2000
Infobox zuletzt modifiziert am: 10. Februar 2025.
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Abstammung und Ausbildung

Goldfever war ein Hannoveraner Fuchshengst, gezogen von Sigurd Hochmuth aus Meerbeck. Er stammte von dem Zangersheider Hengst Grosso Z ab. Seine Mutter war die Hannoveraner Fuchsstute Gundula von Galvano, für die Goldfever das erste Fohlen war. Goldfever I hatte einen Vollbruder namens Goldfever II, geboren 2004, der ebenfalls gekört war und im Dressursport Erfolge erzielte.[1] Sein Züchter war Sigurd Hochmuth aus Meerbeck.[2]

Goldfever wurde 1993 gekört und legte ein Jahr später seine Hengstleistungsprüfung in Celle mit 121,45 Punkten als Achter ab. Er wurde von Claudia Prohoffnik auf dem Wiechenhof bei Hannover an den Sport herangeführt. Mit Dirk Ahlmann nahm er am Bundeschampionat und an den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde teil. 1998 wurde er von Ludger Beerbaum übernommen.[3]

Sportlaufbahn

Goldfever war mit Ludger Beerbaum im Sattel sehr erfolgreich. Im Jahr 2000 gewannen die beiden zusammen mit der deutschen Equipe Gold bei den Olympischen Spielen in Sydney. Es folgten zwei Siege bei den Deutschen Meisterschaften in den Jahren 2000 und 2001. Ein großer Erfolg gelang ihnen 2003, als sie mit dem Team den Europameistertitel gewannen und in der Einzelwertung die Silbermedaille errangen.[4]

Während der Olympischen Spiele 2004 in Athen wurde Goldfever positiv auf die verbotene Substanz Betamethason getestet[5] und 2005 disqualifizierte ihn der CAS und erkannte ihm die Goldmedaille ab.[6]

2009 wurde er im Rahmen des CHIO Aachen, wo er 2002 und 2003 den Großen Preis gewann, aus dem Sport verabschiedet. Mit einer Gewinnsumme von rund 2,8 Mio. Euro ist er eines der erfolgreichsten Springpferde aller Zeiten.[1]

Zuchtlaufbahn

Goldfever stand den Züchtern bis 2001 zur Verfügung und wurde in dieser Zeit Vater von 74 Fohlen. Der 1999 geborene Moosbachhofs Goldwing war ebenfalls ein gekörter Hengst und nahm mit dem Ungarn Sandor Szasz an den Weltreiterspielen in Kentucky teil.[7] Seine 2001 von Jan Minners gezogene Tochter Gotha FRH ggewann 2011 mit Ludger Beerbaum und der deutschen Equipe Gold bei den Europameisteschaften in Madrid.[8][9]

Zwischen 2001 und 2009 wurde Goldfever nicht als Deckhengst eingesetzt, da er ausschließlich im Sport aktiv war. Nach seiner Verabschiedung aus dem Sport in Aachen stand er wieder als Zuchthengst zur Verfügung.[8]

2010 erhielt Goldfever die Auszeichnung „Hannoveraner Hengst des Jahres“.[4][3] Zu seinen Nachkommen zählen Springpferde (Cartier D'Argeville, Drievandekamp d'Pages), Dressurpferde (Cortina) und Vielseitigkeitspferde (FE Golden Eye unter der kanadischen Vielseitigkeitsreiterin Colleen Loach,[10] Extra Top De La Byche).

Seinen Ruhestand verbrachte er auf Beerbaums Hof in Riesenbeck. Er starb 2026 im Alter von 34 Jahren.[4]

Erfolge

  • 2008: 2. Platz Großer Preis von Göteborg (SWE)
  • 2007: 1. Platz CHI Donaueschingen
  • 2005: 3. Platz Nationenpreis beim CSIO***** in Rom
  • 2005: 2. Platz Großer Preis beim CSI-W in Vigo/Spanien
  • 2004: 4. Platz Großer Preis (Riders-Tour-Wertung) beim CSI**** in München
  • 2004: 1. Platz Riders-Tour Team-Wertung beim CSI**** in Hannover
  • 2004: 2. Platz Großer Preis (Riders Tour-Wertung) beim CSN in Münster
  • 2004: 1. Platz Großer Preis (Riders Tour-Wertung) beim CSI in Donaueschingen
  • 2004: 1. Platz Nationenpreis beim CSIO***** in La Baule/Frankreich
  • 2004. 1. Platz Großer Preis in Vigo/Spanien
  • 2004: 1. Platz Großer Preis beim CSI***** in Zürich
  • 2003: 4. Platz German Master in Stuttgart
  • 2003: 1. Platz Großer Preis beim CHIO in Aachen
  • 2003: 8. Platz Weltcup-Finale in Las Vegas[11]
  • 2002: 1. Platz Großer Preis beim CSIO in Calgary
  • 2002: 1. Platz Großer Preis beim CHIO in Aachen
  • 2002: 1. Platz Nationenpreis beim CSIO in Luzern
  • 2001: 1. Platz Großer Preis beim CSI-A in Cannes

Europameisterschaften:

  • 2007 EM in Mannheim: 3. Platz im Einzel und 2. Platz mit der Equipe[11]
  • 2003 EM in Donaueschingen: 2. Platz im Einzel und Goldmedaille mit der Equipe[11]

Einzelnachweise

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