Gothawagen G4

Straßenbahn-Fahrzeugtyp des VEB Waggonbau Gotha From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gothawagen G4 (Gelenkwagen mit vier Radsätzen) ist ein vierachsiger Gelenktriebwagentyp, den der VEB Waggonbau Gotha für mehrere Straßenbahnbetriebe in der Deutschen Demokratischen Republik und der Sowjetunion baute. Sämtliche Fahrzeuge sind Einrichtungswagen.

Schnelle Fakten
Gothawagen G4
G4-61 in Rostock im Oktober 1994
G4-61 in Rostock im Oktober 1994
G4-61 in Rostock im Oktober 1994
Anzahl: EGT59/2: 2
G4-61: 80
G4-61/64: 38
G4-61SU: 100
G4-65: 99
Hersteller: VEB Waggonbau Gotha
Baujahr(e): EGT59/2: 1959, 1960
G4-61: 1961–1963
G4-61/64: 1964
G4-61SU: 1965–1967
G4-65: 1965–1967
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
1067 mm (Kapspur)
1435 mm (Normalspur)
1450 mm
1458 mm
1524 mm (Russische Breitspur)
Länge: 20.938 mm (über Stirnbleche)
Länge über Kupplung: Albertkupplung: 21.658 mm
Scharfenbergkupplung: 21.705 mm
Breite: 2.200 mm
G4-65: 2.166 mm
Höhe: 3.115 mm
Fester Achsstand: 3.200 mm (je Fahrgestell)
Raddurchmesser: 760 mm
G4-65 1965: 776 mm
G4-65 1967: 785 mm
Leermasse: G4-61: 20,9 t
G4-65: 21,9 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Stundenleistung: 2×60 kW = 120 kW
Stromsystem: 600 V =
Stromübertragung: Oberleitung
Antrieb: Tatzlagerantrieb
Kleinster Halbmesser: 16 m
Fußbodenhöhe: max. 825 mm
Betriebsart: Einrichtungswagen
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Er wurde auf Wunsch der Verkehrsbetriebe Erfurt und Dresden 1958/59 aus dem T57 entwickelt. Die Prototypen heißen EGT59/2 oder G4-59, die Serienfahrzeuge für die DDR G4-61 (Baujahre 1961 bis 1963), G4-61/64 (Baujahr 1964) oder G4-65 (Baujahre 1965 bis 1967) und die Serienfahrzeuge für die Sowjetunion G4-61SU.

Geschichte

In den ersten Jahren nach Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurden für deren Straßenbahnbetriebe fast ausschließlich Zweiachser gebaut. Diese benötigten jedoch sehr viel Personal, weil in jedem Wagen ein Schaffner mitfahren musste, um nur relativ wenige Fahrgäste abzufertigen. Deshalb wurden größere Fahrzeuge angestrebt, wozu einerseits Großraumwagen entwickelt wurden, andererseits aber auch Gelenkwagen, weil die Großraumwagen bei vielen Betrieben nicht in das Lichtraumprofil passten.[1.1] 1955 begann der VEB Waggonbau Gotha mit der Entwicklung eines dreiteiligen Gelenkwagens mit laufwerklosem Mittelteil auf Basis der Zweiachser (damals Typen ET54 und EB54).[1.2] Dies kam noch nicht zur Ausführung. 1957 ergab sich in einem Gespräch zwischen dem Direktor des VEB Erfurter Verkehrsbetriebe (EVB) und dem Chefkonstrukteur des Waggonbaus, dass der EVB einen Gelenkwagenprototyp auf Basis der Typen T57E und B57E erproben wollte. Auch Rudolf Stuhr, führender Nahverkehrsexperte in der DDR und zuvor Vorsitzender des Vereinheitlichungsbüros zur Entwicklung des Einheitsstraßenbahnwagens, sprach sich in jenem Jahr für Gelenkwagen aus. Die Staatliche Plankommission erlaubte dann nicht nur die wagenbauliche Neukonstruktion, sondern auch die Entwicklung eines zeitgemäßen Unterflur- statt Plattformfahrschalters für diesen Fahrzeugtyp. Die ersten detaillierten Entwürfe lagen 1958 vor, darunter auch einer, der die Wünsche des VEB Verkehrsbetriebe der Stadt Dresden berücksichtigte, der ebenfalls Interesse an den Gelenkwagen gezeigt hatte.[1.1]

Der Erfurter Prototyp wurde im September 1959 fertiggestellt, der Dresdner im Januar 1960.[1.3] Die Typenbezeichnung lautete für beide Fahrzeuge EGT59/2, in manchen Dokumenten auch G4-59.[1.3][1.4] Der EVB hatte den Wagen sofort für 180.000 DM gekauft, gab ihm die Nummer 153 und setzte ihn am 7. Oktober 1959 erstmals im öffentlichen Verkehr ein. Im Frühjahr 1960 stellte der Waggonbau Gotha das Fahrzeug auf der Leipziger Messe aus und nahm anschließend erste Umbauten vor. Der Dresdner Prototyp erhielt vor Ort die Nummer 2500 und war ab 2. Februar 1960 einsatzbereit.[1.3]

Im Februar 1961 baute der Waggonbau Gotha zur Vorbereitung der Serienfertigung zwei Nullserienwagen des Typs G4-61, die nach Erfurt geliefert und dort unter den Nummern 152 und 153 eingereiht wurden. Der zweite Wagen wurde vor der Auslieferung allerdings noch auf der Leipziger Frühjahrsmesse ausgestellt. Die offizielle Indienststellung beider Wagen fand im April 1961 statt.[1.5] Mitte 1961 wurde schließlich die Serienfertigung für DDR-Betriebe aufgenommen. 1962 zeichnete das Deutsche Amt für Material- und Warenprüfung den Fahrzeugtyp mit dem Gütezeichen 1 („gute Qualität“) aus. Im gleichen Jahr wurde auch ein Fahrzeug als Referenz für angestrebte Exportaufträge in die Sowjetunion geliefert. Während entsprechende Gespräche mit der Volksrepublik Polen erfolglos blieben,[1.6] bestellte das sowjetische Außenhandelsministerium Ende 1964 je 50 Fahrzeuge der Exportvariante G4-61SU für die Straßenbahnen Tallinn und Lwiw. Diese entsprach weitestgehend der weiterentwickelten Ausführung 1964 der DDR-Version (kurz G4-61/64).[1.7]

Ab 1965 baute der Waggonbau Gotha eine noch einmal weiterentwickelte Variante, die zunächst als G4-61 Ausführung 1965/66 projektiert war, dann jedoch trotz relativ geringer Unterschiede die neue Typenbezeichnung G4-65 erhielt. Der G4-65 war nur für die DDR vorgesehen, so dass bis zur Einstellung der Produktion 1967 der G4-65 und der G4-61SU parallel gefertigt wurden.[1.8] Grund für das Ende der G4-Fertigung war die Umsetzung eines 1965 unterzeichneten, vom Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe initiierten Spezialisierungsvertrags, gemäß dem die DDR Straßenbahnfahrzeuge nicht mehr selbst produzieren, sondern aus der Tschechoslowakei beziehen sollte.[1.9] Der für die Straßenbahn Potsdam gebaute G4-65 Nr. 180 war der letzte vom Waggonbau Gotha für die DDR gebaute Straßenbahn-Triebwagen.[2]

Technische Merkmale

Prototypen

Der vordere und der hintere Wagenteil basieren wagenbaulich auf dem T57E. Auch das nicht angetriebene hintere Fahrgestell ist von demjenigen des Triebwagens statt des Beiwagens abgeleitet – es fehlen lediglich die für den Antrieb notwendigen Komponenten.[1.1][1.3] Statt Schiebetüren wurden Falttüren wie bei den Großraumwagenprototypen verwendet, inklusive schmalerer Ausführung der Vordertür. Die Gelenke waren mit kugelgelagerten Drehkränzen ausgeführt. Beim Erfurter Prototyp wurden sie mit Gummiringfedern verkleidet, beim Dresdner Prototyp hingegen mit Faltenbälgen. Die Gummiringfedern waren zwar günstiger herzustellen, rissen jedoch mehrmals und wurden 1961 durch Faltenbälge ersetzt.[1.3]

Für den Erfurter Prototyp lieferte LEW Hennigsdorf den neu entwickelten Unterflurfahrschalter StNFB 4. Er wurde per Handrad bedient, für welches das gleiche Bauteil wie für das Lenkrad bei Sachsenring-Pkw verwendet wurde. Dadurch mussten die Bedieneinrichtungen im Führerstand insgesamt deutlich anders angeordnet werden als beim T57. Beim Dresdner Prototyp wurde hingegen ein Zentralfahrschalter mit Druckknopfsteuerung eingebaut, der demjenigen des Kleinen Hechts entsprach. Daraus resultierte eine wiederum andere Anordnung der Bedienelemente und ein höher angebrachter Scheibenwischermotor, der somit in die Frontscheibe hineinragte und die Sicht des Fahrers behinderte. Eine weitere Besonderheit der Frontscheibe war die fehlende obere Lüftungsklappe. Stattdessen wurden zusätzliche Kiemenlüfter im vorderen Bereich der Seitenwand eingebaut.[1.3] Die Führerstände waren etwas größer als beim T57, beim Dresdner Wagen jedoch auf Bestellerwunsch nur halb geschlossen.[1.1][1.3]

Bei der hinteren Tür wurde ein Schaffnersitz angeordnet. Für die Fahrgäste standen im Erfurter Prototyp ausschließlich in Fahrtrichtung angeordnete Einzelsitze zur Verfügung. Beim Dresdner Wagen gab es im vorderen Wagenteil hingegen links Doppelsitze. Der Erfurter Wagen hatte 35 Sitz- und 144 Stehplätze (bei 6⅔ Stehplätzen pro Quadratmeter). Die Haltestangen waren anders als beim T57 nicht waagerecht unter der Decke, sondern senkrecht an jedem zweiten Sitz angeordnet.[1.3]

Weil die Gelenkwagen nicht zur Zugbildung vorgesehen waren, erhielten sie keine Kupplungen, sondern lediglich Vorrichtungen, an denen ggf. Hilfskupplungen zum Abschleppen befestigt werden konnten. Unter dem mittigen Wagenteil gab es ausklappbare Hilfsräder, die bei einer Trennung des Fahrzeugs bspw. zur Reparatur oder auch bei der Anlieferung verwendet wurden. Deshalb gab es dort auch seitliche Abdeckungen, wie sie an den Fahrgestellen vorhanden waren.[1.3]

Serienfahrzeuge

Der Erfurter Prototyp bewährte sich – abgesehen von den Gummiringfedern – deutlich besser als der Dresdner Wagen. Zudem sprach die angestrebte Standardisierung mit den Zweiachsern für den Erfurter Prototyp. Dementsprechend basierte die Nullserie auf diesem. Unterschiede waren die Anwendung der Faltenbälge, der Entfall der seitlichen Fahrgestellabdeckungen, einheitlich abklappbare Oberteile der Seitenfenster (wie für den T59 typisch), die verbesserte Bauform 2 des Fahrschalters StNFB 4 und weitere Details. Wegen einer im Mittelteil angebrachten Absperrstange, die die Sicht des Schaffners zur Mitteltür verbessern sollte, gab es einen Stehplatz weniger. Die Hilfsräder unter dem Mittelteil wurden nun abnehmbar angebracht.[1.5]

In der Serienproduktion wurden dann weitere Änderungswünsche der Verkehrsunternehmen berücksichtigt. Am wichtigsten war die Ausstattung mit einer Kupplung am Heck, um den Einsatz mit Beiwagen – üblicherweise ein B2-62 – zu ermöglichen. In den Zeichnungen vorgesehen war eine Scharfenbergkupplung (bzw. ESW-Kupplung), doch wurden zunächst alle Wagen mit einer Albertkupplung ausgeliefert. Die dabei notwendigen Steckdosen für die gesonderte elektrische Verbindung mussten die Betriebe jedoch selbst nachrüsten. Nicht von Beginn an wurde eine Vergrößerung des Führerstands umgesetzt, die sich auch auf die linksseitige Fensteranordnung auswirkte. Noch vor Jahresende 1961 stellte der Waggonbau Gotha auch die Türantriebe auf eine andere Variante um. 1962 wurden Fangvorrichtungen (ausgeführt als Netz) hinzugefügt und die Anordnung und Ausführung der Rückspiegel geändert. Zudem wurden nun für das Handrad sowie Brems- und Schlussleuchten Bauteile des Pkw Wartburg 311 verwendet.[1.6]

Beim G4-61/64 wurde unter anderem die Fahrerkabine noch einmal vergrößert und erhielt eine fast gerade Rückwand. Die Armaturen am Fahrerplatz wurden verändert und als zusätzliches Anzeigegerät ein Bandtachometer eingebaut. Im Fahrgastraum wurden Haltestangen nun an allen Sitzen angebracht. Auf Wunsch wurden die Fahrzeuge ohne Schaffnerplatz und mit 36 statt 35 Sitz- sowie 145 statt 143 Stehplätzen geliefert, wenn nur noch schaffnerloser Betrieb vorgesehen war. Der Fahrgastraumbeleuchtung dienten nun Glühlampen statt Leuchtstoffröhren. Auch die Getriebeübersetzung des Antriebs wurde geändert. Auf Wunsch wurde nun eine Scharfenbergkupplung eingebaut. Die in die Sowjetunion gelieferten G4-61SU entsprachen weitestgehend den G4-61/64, jedoch ohne die Möglichkeit des schaffnerlosen Betriebs.[1.7]

In Naumburg erhaltener G4-65 (2003)
Fahrgastraum eines G4-65

Die wesentliche Neuerung beim G4-65 war die Vergrößerung des Raddurchmessers von 760 Millimeter auf 776 Millimeter ab Oktober 1965[1.10] und bei den 1967 gefertigten Fahrzeugen auf 785 Millimeter. Verändert wurden dabei nur die Radreifen, nicht die Radkörper. Äußerlich waren die G4-65 dadurch erkennbar, dass keine Aluminiumzierleisten angebracht wurden, auch wenn Besteller solche forderten. Hinsichtlich der Innenausstattung und der Kupplung am Heck wurden vom Standard abweichende Wünsche der Besteller allerdings noch berücksichtigt. Die Ausführung ohne Schaffnerplatz war der Standard, doch wurden noch Fahrzeuge mit Schaffnerplatz gebaut und für die Thüringerwaldbahn entstand eine Überlandausführung mit wesentlich mehr Sitzplätzen (51 Sitz- und 120 Stehplätze). Standardmäßig wurde am Heck nun eine Scharfenbergkupplung angebracht, bei einigen Fahrzeugen des Baujahrs 1965 jedoch noch eine Albertkupplung. Im Laufe der Fertigung des G4-65 kam es außerdem wegen Materialengpässen zu verschiedenen weiteren Unterschieden zwischen den Fahrzeugen. 1965 eingeführte Änderungen an den Türsteuerungen mussten beispielsweise bei den 1967 gebauten Wagen zurückgenommen werden. Bei den Fahrzeugen des Baujahrs 1965 standen die Tachometer nicht rechtzeitig bereit und mussten Monate nach der Lieferung nachgerüstet werden.[1.8]

Probleme

Die G4 haben relativ schlechte Laufeigenschaften, wie es bei Gelenkwagen dieser Bauform häufig der Fall ist. Auch rasselten und knarrten die Gelenke typischerweise. Eine Ausnahme davon war der Erfurter Prototyp.[1.3] Außerdem hielten die Faltenbälge zwar länger als die Gummiringfedern des Erfurter Prototyps, doch wurden auch diese relativ schnell undicht und waren bereits etwa 1975 bei allen Fahrzeugen so weit verschlissen, dass sie ersetzt werden mussten. Ein auf Leipzig beschränktes Problem waren häufige Automatenbrände. Die Leipziger Verkehrsbetriebe ersetzten deshalb die originalen LEW-Automaten durch eine Vorkriegsbauart von AEG.[1.6] Noch bis Mitte der 1960er gab es außerdem Behauptungen, die G4 seien für den Beiwagenbetrieb zu schwach motorisiert. Tatsächliche betriebliche oder technische Probleme damit gab es jedoch nicht.[1.8]

Einsatz

Deutschland

In Rostock erhaltener G4-61 (2010)

Die G4 waren bei Weitem nicht so verbreitet wie die zweiachsigen Gothawagen. Serienfahrzeuge wurden nach Erfurt, Gotha/Thüringerwaldbahn (nur G4-65), Leipzig, Magdeburg (nur G4-61), Potsdam und Rostock geliefert. Die lediglich zwei Magdeburger Fahrzeuge wurden im Rahmen einer Typenbereinigung nach Leipzig abgegeben.[1.6] Später wurden viele Wagen, insbesondere aus Leipzig, nach Rostock abgegeben, weil der dortige Betrieb erst ab 1989 Tatrawagen (des Typs T6A2) erhielt.[3] Weitere Empfänger von Gebrauchtwagen waren Erfurt, Naumburg, Nordhausen und Potsdam.[4][2] Die meisten G4 standen bis Ende der 1980er oder Anfang der 1990er im Einsatz.[1.8] Der letzte planmäßig eingesetzte G4-61 (Triebwagen 730) lief bis zum 15. Juni 1996 in Rostock.[5] In Rostock-Marienehe ist auch der einzige in Deutschland erhaltene Museumstriebwagen des Typs G4-61, der Triebwagen 1 (ex Triebwagen 701) beheimatet. Dieser war bis 1994 im planmäßigen Einsatz.[6] G4-65 blieben in Erfurt, Gotha, Leipzig, Naumburg, Nordhausen und Potsdam erhalten.[2]

Auch der Betreiber der Straßenbahn Brandenburg an der Havel hatte für das Jahr 1963 einen G4-61 bestellt, ließ diesen jedoch nach Erfurt liefern und erhielt von dort im Gegenzug einen T2-61-/B2-61-Zug. Der Grund dafür war, dass der Waggonbau Gotha in diesem Jahr zugunsten G4-Fertigung keine Zweiachser herstellte, während der Brandenburger Betrieb zwar keinen einzelnen Gelenkwagen als Fremdkörper im Fahrzeugbestand haben, aber zugewiesene Investmittel für einen Straßenbahnzug auch nicht verfallen lassen wollte.[1.6]

Weitere Informationen System, Spurweite ...
An Betriebe in der DDR gelieferte Fahrzeuge[1.11]
System Spurweite Baujahr Anzahl Typ Nummerierung Bemerkung
Straßenbahn Dresden 1450 mm 1960 1 EGT59/2 2500
Straßenbahn Erfurt 1000 mm 1959 1 EGT59/2 151
1961 2 G4-61 152, 153 Nullserie
1962 7 154–160
1963 8 161–168
1964 9 G4-61/64 169–177
1965 7 G4-65 178–184 mit Schaffnerplatz
1967 6 185–190
Straßenbahn Gotha 1000 mm 1965 6 G4-65 201–206
1967 3 207–209
7 210–216 Überlandausführung
Straßenbahn Leipzig 1458 mm 1961 10 G4-61 1101II–1110II
1962 13 1111II–1123II
1963 20 1124II–1143II
1964 24 G4-61/64 1144II–1167II
1965 25 G4-65 1168II–1192II
1967 26 1193II–1218II
Straßenbahn Magdeburg 1435 mm 1961 2 G4-61 491, 492
Straßenbahn Potsdam 1435 mm 1961 2 G4-61 161, 162
1963 2 163, 164
1964 3 G4-61/64 165–167
1965 3 G4-65 168–170
1967 10 171–180
Straßenbahn Rostock 1435 mm 1961 3 G4-61 1II–3II
1963 10 4II–13II
1964 2 G4-61/64 14II, 15III
1967 6 G4-65 16IV–21III
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Sowjetunion

G4-61SU in Tallinn als Café Pauliine (2012)

Das Referenzfahrzeug von 1962 absolvierte zunächst in Saratow einen Probeeinsatz und wurde dann nach Wolgograd weitergereicht. Die G4-61SU-Serien für Lwiw und Tallinn wurden 1965 bis 1967 gebaut. In Lwiw erhielt der hintere Wagenteil jeweils eine eigene Wagennummer.[1.12]

Weitere Informationen System, Spurweite ...
An Betriebe in der Sowjetunion gelieferte Fahrzeuge[1.12]
System Spurweite Baujahre Anzahl Typ Nummerierung
Straßenbahn Lwiw 1000 mm 1965–1967 50 G4-61SU 601+701 – 650+750
Straßenbahn Tallinn 1067 mm 1965–1967 50 G4-61SU 200–249
Straßenbahn Saratow/Straßenbahn Wolgograd 1524 mm 1962 1 G4-61
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Nicht umgesetzte Entwürfe

Im Sommer 1960 fertigte der VEB Erfurter Verkehrsbetriebe einen Entwurf für den Einbau einer zusätzlichen Tür im vorderen Wagenteil des Prototyps an. Diese sollte der originalen Vordertür entsprechen und den Fahrgastwechsel beschleunigen. Teile für den Umbau wurden bereits bestellt, doch verzichtete der Betrieb schließlich wegen des Aufwands und ungeklärter konstruktiver Fragen auf die Umsetzung des Umbaus.[1.3]

1961 entstand beim Waggonbau Gotha eine Studie eines kürzeren Gelenkwagens für kleine und mittlere Betriebe, der auf dem G4 basierte, aber kein Mittelteil gehabt hätte. Wegen der zu erwartenden schlechten Laufeigenschaften und Problemen bei der Konstruktion des Gelenks wurde diese Variante jedoch verworfen. Stattdessen entstanden ebenfalls nicht verwirklichte Pläne für T4G und B4G genannte Kurzgelenkwagen auf Basis des T4-62 und B4-62.[1.13]

Literatur

  • Peter Kalbe, Hans Wiegard: Straßenbahnwagen aus Gotha. 1. Auflage. Verlag Dirk Endisch, Korntal-Münchingen 2006, ISBN 978-3-936893-33-5, S. 109–137.

Einzelnachweise

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