Grace Pervades

Komödie von David Hare From Wikipedia, the free encyclopedia

Grace Pervades ist eine Komödie von David Hare über zwei Bühnenstars des Viktorianischen Theaters, Henry Irving und Ellen Terry, die am 15. August 2025 am Theatre Royal in Bath uraufgeführt wurde. Die Hauptrollen spielten Ralph Fiennes und Miranda Raison.

Wie David Hare in einem Interview erklärte, ist der Titel des Stücks einem Zitat aus einem Artikel der New York Times über Ellen Terry – „Grace pervades the hussy“ – entnommen.[1][2]

Ellen Terry und Henry Irving in Hamlet, 1879

David Hare bringt in seinem Stück zwei der größten Stars des Viktorianischen Theaters auf die Bühne, Henry Irving, der als erster britischer Schauspieler überhaupt geadelt wurde, und Ellen Terry, von 1878 bis 1902 die Leading Lady am Lyceum, einem der führenden Theater Londons und Irvings bevorzugte Hauptdarstellerin. Das Stück mit einer Länge von ca. 2 Stunden und 30 Minuten besteht aus einer Folge von 25 Szenen. Spielorte sind London, das Londoner Cafe Royal, Russland, Wolverhampton, das Bühnengeschehen erstreckt sich über einen Zeitraum von 1878 bis 1966. Fiennes und Raison spielen Szenen aus Shakespeare-Stücken, die Irving inszeniert hat, und die mit Szenen aus dem Leben von Irving, von Ellen Terry und Terrys Kindern Edmund (1872–1966) und Edith (1869–1947) abwechseln. Auch Edith und Edmund waren als Theaterdirektoren, Bühnenbildner und Theatertheoretiker bedeutende Akteure der englischen Theaterszene des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Die Bühnenmusik komponierte Paul Englishby. Das Bühnenbild schuf der vielfach ausgezeichnete und zweimalige Olivier-Gewinner Bob Crawley. Grace Pervades ist eins von vier Stücken, die in der Saison 2025/2026 am Royal Theatre unter Beteiligung von Ralph Fennes als Schauspieler oder als Regisseur aufgeführt wurden.

Rezeption

Das Stück wechselt 2026 ans Londoner Westend, wo es am 24. April am Theatre Royal Haymarket Premiere hat.[3]

Kritik

Mike Lawson vom Guardian nennt das Stück eine ironische und elegante Liebeserklärung an das Theater[1], und Mike Whiton bezeichnet es als warmherzige und witzige Hommage an das Theater. Kritik bringt er bei den Nebenhandlungen an, in denen das Stück Gefahr laufe, den Faden zu verlieren. Er lobt aber die brillantfunkelnden Dialoge und vor allem Ralph Fiennes’ und Miranda Raisons „rundum faszinierende Performance“, die zwei tragende Persönlichkeiten des britischen Theaters zum Leben erwecke, „der eine mit der Grandeur eines imposanten Monuments, die andere der Inbegriff eines Freigeists“.[4]

Literatur

  • David Hare: Grace Pervades. Faber & Faber, London 2025.

Einzelnachweise

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