Gradenbach (Möll)

Fließgewässer in Kärnten, Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Gradenbach ist ein Bach in der Gemeinde Großkirchheim im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten. Der Bach entspringt im Nationalpark Hohe Tauern als Abfluss vom Gradenkees[2] und mündet bei Putschall in die Möll.

Schnelle Fakten
Gradenbach
Der Gradenbach knapp vor der Mündung in die Möll

Der Gradenbach knapp vor der Mündung in die Möll

Daten
Lage Kärnten
Flusssystem Donau
Abfluss über Möll Drau Donau Schwarzes Meer
Quelle Gradenkees
46° 57′ 17″ N, 12° 46′ 29″ O
Quellhöhe 2500 m ü. A.
Mündung bei Putschall in die Möll
46° 59′ 4″ N, 12° 52′ 36″ O
Mündungshöhe 1050 m ü. A.
Höhenunterschied 1450 m

Einzugsgebiet 32 km²[1]
Gemeinden Großkirchheim
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Verlauf und Charakter

Gleich nach der Quelle fließt der Gradenbach steil in den Großen Gradensee, durchfließt dann Mittersee und Vordersee um dann wieder eine Steilstufe zu überwinden. Das nachfolgende flache Gebiet wird als Gradenmoos bezeichnet. Danach erreicht der Bach bei etwa 1900 m die Waldgrenze und fließt weiter in einem engen Tal in östlicher Richtung bis zu seiner Mündung südlich von Putschall.[3]

Die wichtigsten Nebenbäche sind Innerkarbach, Außerkarbach, Retschitzbach und Außerretschitzbach, die alle von links in den Gradenbach münden. Das Einzugsgebiet umfasst 32 Quadratkilometer.[4]

Das Gebiet hat Anteil am starren Altkristallinkörper der Schobergruppe und den alpidisch stark durchbewegten Schiefern der Matreier Zone. Dazwischen bilden Diaphthorit- und Mylonitzonen ihren Übergang.[5]

Hochwasser

Nach Hochwässern in den Jahren 1882, 1903, 1923, 1942 und 1957[5] kam es in den Jahren 1965 und 1966 zu einem Hochwasser bei dem der Gradenbaches den in das Flussbett mündenden Hang unterschnitt, sodass dieser nachrutschte und den Bach aufstaute. Beim nachfolgenden Durchbruch wurde der Ortsteil Putschall nahezu komplett von Geröllmassen verschüttet.[6]

Ursache für die Vermurung ist eine im Mündungsbereich gelegene tiefgründigen, aktive Massenbewegung am Berchtoldhang, die eine Ausdehnung von ca. 2 km² und eine Tiefe bis über 130 m hat.[7]

Nach dem Hochwasser wurde der Bereich mit einem Monitoringsystem ausgestattet, wobei Abflussdaten, Bergwasserspiegel, Quellschüttungen und Hangbewegung gemessen werden.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

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