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Graukehl-Musendrossel

Art der Gattung Musendrosseln (Catharus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Graukehl-Musendrossel (Catharus gracilirostris) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Graukehl-Musendrossel

Graukehl-Musendrossel

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Musendrosseln (Catharus)
Art: Graukehl-Musendrossel
Wissenschaftlicher Name
Catharus gracilirostris
Salvin, 1865
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Verbreitungsgebiet der Graukehl-Musendrossel

Der Vogel ist endemisch in Panama und Costa Rica.

Der Lebensraum umfasst feuchten Bergwald von (1500–)1800 m. ü. M. bis zur Baumgrenze, Páramo, Unterholz im Eichenwald, Gärten und Lichtungen[3][4]

Der Artzusatz kommt von lateinisch gracilis schlank und lateinisch rostrum Schnabel.[5]

Merkmale

Der Vogel ist 15 cm groß und wiegt etwa 20 g, er ist die einzige Musendrossel mit ganz schwarzem Schnabel, hat ein braunes Brustband, das die graue Kehle von der grauen unteren Brust und Unterseite trennt. Der Vogel ist massig mit kurzen runden Flügeln und langen dünnen Beinen. Das Gefieder ist dunkel, die Oberseite einschließlich der Flügel und der Schwanzoberseite ist olivbraun. Gesicht und Stirn sind schiefergrau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel schwarz, die Beine und Füße sind dunkelgrau. Jungvögel sind matter und mehr olivfarben überhaucht, die Flügeldecken haben helle Ränder, Stirn, Gesicht und Kehle sind schiefergrau.

Im Verbreitungsgebiet kommt lediglich noch die Bergmusendrossel (Catharus frantzii) vor, die kleiner und dunkler gefiedert ist, aber keinen komplett schwarzen Schnabel hat, sondern am Unterschnabel etwas orange aufweist, deren Scheitel ist rotbraun, auch fehlt ein braunes Brustband.[3][4][6]

Geografische Variation

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[1][7][8]

  • C. g. gracilirostris Salvin, 1865, NominatformCosta Rica
  • C. g. accentor Bangs, 1902[9] – Westpanama, rotbrauner, schwärzere Beine und blasseres Brustband
  • C. g. bensoni Griscom, 1924[10] – Ostpanama, Stirn schwärzlich braun, Brustband dunkel rotbraun

Von „Birds of the World“[6] und von der „Clements Checklist of Birds of the World“[11] wird die Unterart C. g. bensoni nicht anerkannt, sondern der Unterart C. g. accentor zugerechnet.

Stimme

Der Gesang wird als abwechslungsreich flötend mit hohen dünnen Tönen beschrieben ähnlich dem der Bergmusendrossel (Catharus frantzii) und der Braunkopf-Musendrossel (Catharus occidentalis), aber dünner und höher. Die Männchen singen von einer versteckten Singwarte im Unterholz das ganze Jahr über, besonders aber zur Brutzeit.[3][4][6]

Lebensweise

Die Art ist ein Standvogel, wenig scheu bis zutraulich, im Wald auf oder nahe am Boden, auch an Lichtungen anzutreffen.[3][4] Sie ist standorttreu. Sie hüpft mehr als dass sie fliegt, wenn dann über kurze Strecken. Sie schlägt gern mit den Flügeln und stelzt den Schwanz.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Gliederfüßern, besonders Insekten und Spinnentieren, aber auch Früchte.

Die Brutzeit ist nicht bekannt. Nur während der Brutzeit tritt die Art paarweise auf. Brutpaaren genügen weniger als 50 m Abstand voneinander. Das Nest ist eine massige Schüssel aus pflanzlichem Material mit Moos und Wurzeln, meist in dichtem Bewuchs bis etwa 5 m Höhe versteckt. Das Gelege besteht aus zwei grünlich blauen Eiern mit kastanienbraunen Flecken.[6]

Gefährdungssituation

Die Graukehl-Musendrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[12]

Literatur

  • O. Salvin: Catharus gracilirostris. In: Proceedings of the Zoological Society of London Band 3, S. 580, 1865, Biodiversity Library

Einzelnachweise

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